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Baukasten:Zivil- vs. Militärtechnik: Der Teufel steckt im Detail: Unterschied zwischen den Versionen

(Zivil- vs. Militärtechnik: Der Teufel steckt im Detail)
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Version vom 2. April 2019, 15:35 Uhr

Zivil- vs. Militärtechnik: Der Teufel steckt im Detail

Dual-use.jpg


In diesem Baustein wird auf das Spannungsfeld von Technik aufmerksam gemacht. es wird vermittelt, dass bei ein und derselben Technik verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten gegeben sind, dazu zählen neben zivilen Anwendungen auch militärische Anwendungen.

Titel
Zivil- vs. Militärtechnik
Thema
Der Teufel steckt im Detail...
Typ
Baustein
Schlagwörter
Grenze zwischen Zivil- und Militärtechnik
Lernziele
Kritisches Auseinandersetzen mit Vorurteilen bei einem unübersichtlichen Thema
Kompetenzen
disziplinübergreifende Erkenntnisgewinnung, Umgang mit unvollständigen und überkomplexen Informationen, Bewältigung individueller Entscheidungsdilemmata, Reflexion auf Leitbilder, moralisches Handeln, eigenständiges Handeln
Lernformen
kreativ, faktenorientiert
Methoden
Vortrag, Soziometrie, Kurzpräsentationen, geführte Großgruppendiskussion
Gruppengröße
Mindestens 5 Personen, besser 10 Personen; Ideal 15 Personen; Maximal 30 Personen (bei ausreichend großem Raum für die Soziemetrie)
Dauer
Baustein kann in 60 Minuten durchgeführt werden.
Material und Räume
Powerpoint-Präsenation, Video aus TUB-Cloud, zwei Schilder DIN A4
Qualität
gute Qualität, Anpassung bei Durchführung an Gruppengröße
Semester
Ersterstellung des 60 minütigen Bausteins im WS 2017/18


Vorbereitung

Vorbereitung für die Moderation

Es werden zwei Schilder (DIN A4) benötigt mit der Aufschrift "Ziviltechnik" und "Militärtechnik". Weiterhin sollte die Powerpoint-Präsentation ggf. aktualisiert werden, um zu überprüfen, ob das eingebettete Video funktioniert.

Vorbereitung für die Teilnehmenden

Eine unvoreingenommene Haltung und Allgemeinbildung

Materialien und Räume

Es werden benötigt: ein Raun entsprechend der Gruppengröße, die Powerpoint-Präsentation (mit den Dual-Use-Gütern), ein Beamer sowie eine Tafel mit Kreide oder eine Flipchart mit Stift

Ablaufplan.

Vorbereitung im Raum

Stühle in Hufeisenform aufstellen, sodass alle eine gute Sicht zur Tafel/ Beamer haben. An eine kurze Seite des Raumes in eine Ecke das Schild "Ziviltechnik" befestigen. An der ggü. liegenden Seite das Schild "Militärtechnik" befestigen. Das wird hilfreich sein bei der Durchführung der Soziometrie ab Minute 17.

00. Minute - Begrüßung

Die Moderation begrüßt die Teilnehmenden und erklärt den Baustein. Eine Person aus der Moderation, die nicht begrüßt, zählt währenddessen die Teilnehmer_innen durch. Sollte die Gruppe aus mehr als 15 Personen bestehen, so muss bei der 10. Minute anders vorgegangen werden. Es sollten ggf. Personen, die zu spät kommen, mit eingerechnet werden.

03. Minute - Einführungsvideo und Zivilklausel

Hier wird das Einführungsvideo gezeigt. Es handelt vom Chlorgas-Angriff in Syrien Anfang 2018. Danach kann noch die Zivilklausel der TU Berlin (Direktzugang: 159934) erwähnt und die entscheidende Stelle "freiwilliger Verzicht auf rüstungsrelevante Forschung" zitiert werden.

10. Minute - Kurzes Brainstorming

Alle sollen nun kurz überlegen und die erste "rüstungsrelevante Technologie", die ihnen einfällt aufschreiben. ACHTUNG: Sind bei der Zählung in der 00. Minute mehr als 15 Teilnehmer_innen gezählt worden, so sollen sich jeweils 2-4 Sitznachbarn zusammenfinden und gemeinsam eine Technologie überlegen.

Wichtig hierbei sind die folgenden Dinge: Es ist essentiell "rüstungsrelevant" zu sagen, um die Formulierung der Zivilklausel aufzunehmen. Es wird dazu eine Minute Zeit gegeben. Um die Studierenden nicht unter Druck zu setzen, durch eine Angabe solch einer kurzen Zeit sollte die Moderation "kurz überlegen" sagen. Die aufgeschriebenen Technologien sollen impulsiv entstehen und nicht durch langes Nachdenken.

11. Minute - Zusammentragen der Ergebnisse

Es werden nun reihum die rüstungsrelevanten Technologien gesagt. Falls es in der 10. Minute eine Grubeneinteilung gab, so stellt je ein Mitglied pro Gruppe die gefundene Technologie vor. Eine Person aus der Moderation, die aktuell nicht moderiert, schreibt die genannten Technologien an die Tafel. Bei Mehrfachnennungen sollte ein weiterer Strich hinter den Punkt gesetzt werden.

Wichtig ist, dass explizit gesagt wird, dass Dopplungen (Mehrfachnennungen) bei den Technologien nicht schlimm sind. Es kann darauf hinweisen, dass so etwas vielen Teilnehmer_innen bekannt und/ oder wichtig ist.

17. Minute - Vorstellung Dual-Use-Güter

Hier geht es darum die Teilnehmer_innen zu sensibilisieren, wie viele Güter zu den sog. Dual-Use-Gütern gehören. Dual-Use-Güter sind Güter, die sowohl im zivilen Bereich als auch beim Militär Anwendung finden.

Die Moderation bittet die Teilnehmer_innen sich von den Stühlen zu erheben und diese so wegzustellen, dass eine (lange) Seite des Raumes frei ist (möglichst die Seite, an den die Schilder mit Zivil- und Militärtechnik hängen). Die Moderation erklärt den Ablauf: Es werden über den Beamer verschiedene Bilder von Technologiearten an die Wand projiziert. Die Teilnehmer_innen sollen sich, ähnlich einer Skala, aufstellen, wie sie die angezeigte Technologie einordnen. Die Skala geht dabei von fließend "nur Einsatz im zivilen Bereich" (direkt unter dem Schild an der Wand) über "Einsatz größtenteils im zivilen Bereich", "Einsatz gleichermaßen im zivilen und militärischen Bereich", "Einsatz größtenteils im militärischen Bereich" zu "nur Einsatz im militärischen Bereich" (direkt unter dem anderen Schild an der Wand).

Die Moderation zeigt nun mittels Powerpoint-Präsentation die verschiedenen Technologien. Dabei wird immer zuerst die zivile Variante gezeigt und die Teilnehmerinnen sollen sich danach soziometrisch aufstellen. Die Aufstellung wird von einer Person der Moderation, die nicht moderiert, dokumentiert. Im Anschluss erfolgt das Zeigen der militärischen Variante. Die TeilnehmerInnen können ihre Position, die Technologie entsprechend, verändern. Auch das wird dokumentiert. Die Dokumentation dient dazu bei der Abschlussdiskussion Input liefern zu können, falls sich keine Diskussion einstellen möchte. Am Ende der Powerpoint-Präsentation gibt nur noch eine Folie pro Technologie (ausgereifte Robotertechnologie und Formenerkennung die Instagram/ soziale Medien). Hier sind die TeilnehmerInnen gefragt, sich selbst Gedanken darüber zu machen, wie diese Technologien eingesetzt werden können. Hier kann mehr Bedenkzeit gegeben werden, als bei den anderen Technologien.


Am Ende der Präsentation kann erwähnt werden, dass es sich bei den vorgestellten Technologien um sog. Dual-Use-Güter handelt. Dieser Begriff sollte ggf. erklärt werden. Bei tiefergehenden Fragen sollte auf die Unterteilung des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie verwiesen werden. Kurze Zwischenfragen während der Präsentation und Einordnung der Teilnehmer_innen sollten zugelassen werden, bei komplexen und tiefergehenden Fragestellungen sollte auf die Abschlussdiskussion verwiesen werden.

37. Minute - Kleingruppenarbeit

Es erfolgt eine Kleingruppenbildung durch Abzählen. Die Gruppengröße sollte bei 2-3 Personen liegen. Ist die Gesamtgruppe größer, so muss auch die Kleingruppengröße angepasst werden. Sie sollte dennoch 5 Personen nicht übersteigen, besser wären maximal 4 Personen. Die Kleingruppen sollen sich im Raum verteilt in kleinere Stuhlkreise zusammensetzen. Während eine Person aus der Moderation diesen Einteilung- und Gruppierungsprozess moderiert, schreibt eine andere Person der Moderation die Aufgabe an die Tafel: "Kriterien bestimmen, wann Forschung rüstungsrelevant ist". Haben sich alle Teilnehmer_innen in den Kleingruppen zusammengesetzt, so erklärt die Moderation die Aufgabe:

Innerhalb der Kleingruppe sollen Kriterien erarbeitet werden, durch die rüstungsrelevante Technik erkannt werden kann. Dabei können auch Beispiele aus der Inputpräsentation (ab Minute 17) gewählt werden und anhand derer erklärt werden, warum gerade diese Technik eindeutig dem zivilen Bereich oder dem Militär zugeordnet werden kann.

Hinweis: Das Anschreiben der Aufgabe an die Tafel hat lediglich unterstützenden Charakter, damit alle Teilnehmer_innen die Aufgabe klar vor Augen haben und wissen, was zu tun ist.

50. Minute - Abschlussdiskussion

Es folgt die Abschlussdiskussion. Dazu soll ein Stuhlkreis gebildet werden. Anmerkung: Werden die anderen Teile des Bausteines schneller durchgeführt als erwartet, so soll diese Zeit für die Abschlussdiskussion genutzt werden. Das bedeutet, dass entsprechend die Zeiten angepasst werden müssen.

Durch den vorherigen Teil der Kleingruppenarbeit soll ein Einstieg in die Diskussion erleichtert werden. Die Moderation fragt nach den Erkenntnissen der Teilnehmer_innen. Ergibt sich daraus keine Diskussion, so können andere Anstöße gegeben werden. Diese Anstöße können aus der Liste, s.u., erfolgen oder auch ein aktuellen Thema in den Nachrichten sein.

Vorschläge für Anstöße zur Diskussion: a) Nichttödliche Waffen - Wäre es für die (deutsche) Polizei sinnvoller, wenn

60. Minute - Verabschiedung

Die Moderation verabschiedet sich und bedankt sich für die Mitarbeit und die Aufmerksamkeit.

Hinweise und Anmerkungen.

Von den Verfasser_innen.

Der Baustein wurde das erste Mal ohne das Einführungsvideo durchgeführt, da der Chlorgas-Angriff sowie deren Berichterstattung erst nach der Durchführung bekannt waren. Deswegen wurde hier in der Dokumentation eine Veränderung vorgenommen, um auf aktuelle Politik und Themen hinzuweisen und somit die Aktualität des Themas zu unterstreichen. Ebenso wurden Fehler bei der Durchführung korrigiert, u.a. die Reihenfolge der Folien in der Soziometrie.

Materialien zur Durchführung.

Siehe TUB-Cloud

Literaturhinweise und Quellen.

Quellen sind der Powerpoint-Präsentation zu entnehmen. Als Literaturhinweise sei auf die aktuellen Medien verwiesen.