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Baukasten:Alternative KFZ-Antriebe

Alternative (KFZ-)Antriebe

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Der Baustein befähigt die Teilnehmenden dazu, Alternativen kritisch zu betrachten. Entscheidungen können erst getroffen werden, wenn die Teilnehmenden eine Wissensgrundlage haben. Scheinbar nachhaltige Alternativen müssen kritisch hinterfragt werden, um deren wahres Potential zu erkennen und langfristig tragbare Entscheidungen treffen zu können.

Titel
Alternative (KFZ-)Antriebskonzepte
Thema
Was ist der ideale KFZ-Antrieb der Zukunft?
Typ
Interaktiver Wissensspeicher durch Powerpointkaraoke mit abschließender TING-D-Diskussion
Schlagwörter
KFZ-Antrieb, Mobilität, Zukunft, Nachhaltigkeitsanalyse
Lernziele
Kurze Beschreibung der Lernziele. Bitte in der Regel eines oder mehrere der 12 Modullernzielen des Seminars benutzen.
Kompetenzen
Kompetenz zur Perspektivübernahme, überzeugender Umgang mit spontan erhaltenen Informationen, Bedeutung von Wissen über Technik für übergreifende Diskussionen (in den Dimensionen Technik, Individuum, Natur, Gesellschaft), gemeinschaftliche Planung von gesellschaftspolitischen Entscheidungen
Lernformen
Interaktiv, faktenorientiert, kreativ
Methoden
Einführungsvortrag, Lektüre von Steckbriefen zu verschiedenen Antriebsarten, Powerpoint-Karaoke, interaktive Übung zum TING-D-Modell und gemeinsame Abschlussdiskussion im Stuhlkreis
Gruppengröße
Mind. 4 Teilnehmer bis max. 20 Teilnehmer
Dauer
60 Minuten
Material und Räume
Steckbriefe, Beamer, Laptop (mit Beameranschluss), Thesenpapiere, Umzugskarton. Ein möglichst offener, weiter Raum mit Tafel und Möglichkeit für Gruppentische. Der Punkt Download wird automatisch eingefügt und verweist immer auf die gleiche Seite.
Qualität
Welche Qualität hat der Baustein? Bedarf es einer Überarbeitung?
Semester
Wintersemester 2018/19


Vorbereitung

Vorbereitung für die Moderation

Die Vorbereitungszeit hängt vom Vorwissen der Durchführenden zum Thema ab. Ohne Vorwissen beträgt die Vorbereitungszeit ca. 2 h - vor allem die Steckbriefe, das Thesenpapier und der Moderationsleitfaden sollten sorgfältig gelesen werden!

Vorbereitung für die Teilnehmenden

Keine Vorbereitung nötig.

Materialien und Räume

Steckbriefe, Beamer, Laptop (mit Beameranschluss), Thesenpapiere, Umzugskarton. Ein möglichst offener, weiter Raum mit Tafel und Möglichkeit für Gruppentische.

Ablaufplan.

Vorbereitung im Raum

Vorab die Seminarleiter*innen um Beamer und Laptop bitten. Die Materialien können vor dem Seminar im Büro abgeholt werden, sollten aber vor Seminarbeginn noch nicht an die Teilnehmenden verteilt werden. Vor Seminarbeginn vier Gruppentische mit 4-6 Plätzen aufbauen und genug Platz lassen, damit vor der Tafel am Ende ein Stuhlkreis entstehen kann. Beamer so aufbauen, dass das Bild von den Gruppentischen aus gut zu sehen ist.

00. Minute - Begrüßung und Intro.

In der Begrüßung/ dem Intro soll ein bezug zum Thema hergestellt und eine lockere Diskussionsatmosphäre geschaffen werden. Alltägliche bezüge eignen sich, um die Präsenz der Thematik den Teilnehmenden ins Gedächtnis zu rufen(Tesla, Dieselskandal, Hybrid-”Trend”,E-Konzepte großer Hersteller). Ein oft gezogener Fehlschluss ist, dass es sich bei Herkömmlichen Antrieben, Hybriden und Elektrofahrzeugen um 3 unterschiedliche Bauweisen handelt, obwohl der Übergang in echt deutlich sanfter verläuft. Ein weiterer Punkt der die Relevanz der Leitfrage legitimiert ist, dass in mehreren Zukunftskonzepten für Mobilität ein bestehen des Individualverkehr vorausgesagt wird (2017 wurden in Deutschland 55% der WEge per Auto zurückgelegt). DIe Idealvorstellung wäre ein mit erneuerbaren Energien angetriebenes E-Auto, das auch bei Herstellung und Entsorgung möglichst wenig Emissionen verursacht. So wäre nachhaltige Mobilität möglich. Der erste zu vermittelnde Inhalt ist der Alltagsbezug, der durchaus gegeben, aber nicht immer wahrgenommen wird. Es werden zwar oft Herstellerangaben zu Emissionen gemacht, diese sind jedoch schwer in ein Verhältnis zu setzen. deshalb Dichte von CO2 (und ggf. Luft) veranschaulichen. Ein VW Golf verbraucht ca. 100g CO2/km (G63AMG: ca300g/km; Bugatti Chiron: ca. 500g/km. Das sind ca 50l und damit der Inhalt eines Umzugskartons pro Kilometer (zudem gibt der NEFZ sehr “schöne” Werte aus, die nichts mit alltäglichem Gebrauch zutun haben. Bei Zeit/Bedarf kann sich über die verschiedenen Testverfahren informiert werden z.B. NEFZ /WLTP).

05. Minute - Vorbereitung Powerpoint Karaoke.

Ziel dieses Blocks ist es, die Inhalte des Bausteins gezielt zu vermitteln. Dazu werden die Teilnehmenden in 4 Gruppen eingeteilt (z.B. durch Abzählen). Die Durchführenden verteilen die Gruppen an verschiedene Stationen im Raum. Diese Stationen sind gegliedert nach inhaltlichen Schwerpunkten zu KFZ-Antriebskonzepten: 1. Herkömmliche Antriebe (Benzin/Diesel) 2. Hybridantriebe 3. Elektroantrieb 4. Brennstoffzellen

Die Teilnehmenden erhalten einen Steckbrief zu ihrem Thema und haben ca. 10 Minuten Zeit, sich die Inhalte anzueignen. Dabei sollte schon im Vorhinein erwähnt werden, dass das Wissen im nächsten Schritt den anderen Gruppen vorgestellt wird. Die Teilnehmenden sollen also ermutigt werden, sich intensiv mit ihrem Thema auseinander zu setzen, sich Schwerpunkte auf dem Steckbrief zu markieren, usw.

Die Durchführenden sollten sich im Vorhinein mit jeweils einem Thema intensiv auseinander setzen und Experte in dem Feld werden. Dafür ist es hilfreich, sich aktuellen Input über Nachrichtenartikel, neueste Expertenmeinungen oder Videos über den momentanen Stand der Technik anzuschauen. Die Experten begleiten dann ihre Gruppe in diesem Baustein, d.h. sie setzen sich gemeinsam mit der Gruppe an die Station, um die Steckbriefe zu lesen und für Fragen da zu sein.

15. Minute - Durchführung Powerpoint Karaoke.

Die Teilnehmenden werden zunächst in das Prinzip von “Powerpoint-Karaoke” eingewiesen: Methode Powerpoint-Karaoke ist eine spielerische Art, einen Vortrag zu halten. Die Teilnehmenden bekommen eine Präsentation (üblicherweise in Powerpoint) zugewiesen, die sie zuvor nicht kennen. Durch Klicken wird eine Folie nach der Nächsten aufgedeckt, die dann spontan ohne Vorbereitung präsentiert werden muss - sollte den Teilnehmenden der Inhalt einer Folie unbekannt sein, muss improvisiert werden! In unserem Fall gibt es aber vordefinierte Themengruppen, das heißt zumindest das Thema der Präsentation sollte klar sein: a) Herkömmliche Antriebe (Benzin/Diesel) b) Hybridantriebe c) Elektroantrieb d) Brennstoffzellen

Die Teilnehmenden einer Gruppe gehen geschlossen nach vorne und stellen die Präsentation gemeinsam den anderen Gruppen vor. Ziel dieser Methode ist es nicht, die Teilnehmenden zur Schau zu stellen, sondern auf lustige und interaktive Art & Weise die Inhalte der Gruppen vorzustellen. Dies sollte durch die Durchführenden betont werden und die Teilnehmenden sollten ermuntert werden, ihr zuvor erlangtes Wissen ‘spontan’ zu teilen. Als “Joker” können die Präsentierenden auch das Publikum animieren, mitzumachen oder den Zuhörenden Fragen stellen. Durchführung Der/die Durchführenden sollten die Inhalte jeder Präsentation kennen, um im Notfall bei Fragen auszuhelfen. Jeder Gruppe wird ein/e Experte/Expertin von den Durchführenden zur Seite gestellt, die sich mit dem Thema auskennen. Die Durchführenden kommen bei der Präsentation mit nach vorne und springen zur Not ein. Zudem klicken diese durch die PowerPoint, damit die Teilnehmenden wissen, wann es zur nächsten Folie geht. Jede Gruppe hat etwa 4 Minuten Zeit, ihre Powerpoint zu präsentieren. Die Durchführenden sollten zuvor einen Laptop mit allen Präsentationen bereit halten und mit einem Beamer verbinden. Vor den Präsentationen der Teilnehmenden gibt es ein Beispiel (Folie “Anfänge der Mobilität”), welches die Durchführenden zeigen können. Dabei kann einer der Durchführenden so tun, als würde er die Folie nicht kennen, um exemplarisch die Situation des Power-Point-Karaokes zu zeigen. Die Präsentationen finden sich in der PPT-Datei “PowerPointKaraoke_Antriebskonzepte” im Ordner der tub cloud.

35. Minute - TING.

Durch die TING-D-Methode werden die Teilnehmenden dazu angeregt, verschiedene Perspektiven einzunehmen und eine Leitfrage dahingehend zu analysieren. Methode Die Teilnehmenden sammeln sich wieder an den vier Gruppentischen und zwar in derselben Zusammensetzung wie bei der Lektüre der Steckbriefe. Nun teilen die Durchführenden ein weiteres Blatt aus: den jeweiligen Artikel zu der bevorstehenden TING-Diskussion. Jeder Tisch bekommt eine Perspektive bzw. Rolle zugeteilt, auf die sich die Teilnehmenden komplett einlassen und sich auf die anschließende D-Diskussion vorbereiten. An jedem Tisch sitzt außerdem ein Mitglied der Durchführenden, um die Diskussion zu leiten. Es werden ein paar Minuten für das Einlesen in die Rollen gegeben. Die Teilnehmenden sollten sich mithilfe der gegebenen Charakteristika und Argumente in ihre Rolle so hineinversetzen, dass nun eine Diskussion zur Leitfrage: “Was ist der ideale KFZ-Antrieb der Zukunft?” geführt werden kann. Hierbei achten die Moderierenden darauf, dass die Diskussionsfrage aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird, sodass die D-Abschlussdiskussion vorbereitet wird.

Fragen, die der/die Moderator*in stellen kann, um die Diskussion zu lenken: - Welche Meinung hat eure Rolle bezüglich der KFZ-Antriebe? - Wie kann eure Dimension von T/I/N/G das Potential der Antriebskonzepte optimal nutzen? - Zu welchen der anderen Perspektiven gibt es einen Bezug und wie sieht dieser aus?

45. Minute - D als gemeinsame Abschlussdiskussion.

Alle Teilnehmenden kehren in den Stuhlkreis zurück, aber sitzen noch in ihren Gruppen zusammen. Hierfür lassen sie ihre Rollen hinter sich. Methode Das D (Demokratie) wird mit den Zielen und Maßnahmen der Institution “Nationale Plattform Elektromobilität (NPE)” kurz erläutert. Anschließend wird eine interaktive Diskussion gestartet. Es wird ein Szenario erschaffen, in dem die Teilnehmenden eine fiktive Stadtneugründung bzgl. ihrer Mobilität selber gestalten und im gemeinsamen Entscheidungsprozess Konzepte entwickeln. Somit sollen die einzelnen Bereiche der TING-D Diskussion miteinander verknüpft werden.

Durchführung Hierfür wird eine Mind-Map mit dem zentralen Begriff “Entwicklung der Antriebskonzepte” aus Sicht verschiedener Rollen (TING-D) nach und nach erweitert. Der Diskussionsleiter kann exemplarisch einen Begriff anschreiben und aus seiner Rolle erklären z.B. Bürgermeister: Setzt sich für die Erweiterung der Ladeinfrastruktur ein + Begründung.

Wenn genügend (ca. 8-10) Notizen der Mindmap hinzugefügt wurden, werden die Entscheidungen hinsichtlich ihrer Plausibilität hinterfragt bzw. ob eine realistische Umsetzung stattfinden kann und ggf. mit aktuellen Trends verglichen (s. “Regierung verfehlt Ziel für Elektroautos” oder “das Märchen vom deutschen E-Auto-Boom”).

45. Minute - Feedback zum Baustein.

Methode Nach einer Schlussbemerkung holen sich die Durchführenden ein Feedback von den Teilnehmenden mit einer Methode ihrer Wahl über die Gestaltung des Bausteins und ihre Durchführungsweise ein.

Hinweise und Anmerkungen.

Von den Verfasser_innen.

Gekürzte Variante.

Materialien zur Durchführung.

- zur Vorbereitung der Moderation: Factsheet Moderation + Redeverhalten - Steckbriefe für vier Antriebsarten - Slides für Powerpoint-Karaoke - Thesenpapiere TING

Literaturhinweise und Quellen.

https://www.youtube.com/watch?v=4-RQerhzpyM&list=PLNqHKwTUSK_3p8xnv0c0tJp7-Tz7rsa9S https://www.t-online.de/auto/technik/id_82121074/auto-antriebstechniken-im-vergleich.html https://www.auto.swiss/themen/technik/antriebsarten-der-autos/ https://www.springerprofessional.de/motorentechnik/pkw-antriebe-im-ueberblick-vergangenheit-gegenwart-und-zukunft/6561052 https://www.autobild.de/artikel/7-antriebsformen-im-vergleich-test-12667173.html

 https://www.deutschlandfunk.de/co2-ausstoss-diesel-nicht-umweltfreundlicher-als-benzin.766.de.html?dram:article_id=396340 

https://www.co2online.de/klima-schuetzen/mobilitaet/auto-co2-ausstoss/ https://nationale-plattform-elektromobilitaet.de/hintergrund/die-massnahmen/ https://www.welt.de/wirtschaft/article181592672/E-Mobilitaet-Merkels-Ziele-fuer-E-Autos-sind-voellig-unrealistisch.html

https://www.zeit.de/mobilitaet/2018-09/nationale-plattform-elektromobilitaet- bundesregierung-ziele-e-autos-2022 https://www.eike-klima-energie.eu/2017/08/20/gefaehrliche-ladung-die-e-auto-sind-energieverschwender-die-batterien-giftige-umweltsuender-erster-klasse/?print=print https://www.eike-klima-energie.eu/2017/08/20/gefaehrliche-ladung-die-e-auto-sind-energieverschwender-die-batterien-giftige-umweltsuender-erster-klasse/?print=print https://www.youtube.com/watch?v=RB-TeOTxqkY https://www.zeit.de/mobilitaet/2014-01/elektroauto-energiebilanz/seite-2 https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/co2-belastung-die-umstrittene-klimabilanz-des-elektroautos/20018160.html?ticket=ST-425185-qDVmUffqk5ybUuDt9i2C-ap1