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Baukasten:Apocalypse Now

Apocalypse Now - 2

Apocalypse-now-2.jpg


Der Baustein "Apokalypse Now - 3 unterschiedliche Szenarien" befasst sich mit fiktiven realistischen Untergangsszenarien. Die TeilnehmerInnen steigen mit einem Brainstorming um das Wort "Apokalypse" direkt in den Baustein ein. Um die enstehenden Ideen nicht wieder fallen zu lassen, kann danach eines von drei möglichen Apokalypsen zur Analyse ausgewählt werden. Ob Stromausfall durch eine Terrororganisation, Nahrungsmittelknappheit aufgrund der Klimaerwärmung oder den Ausbruch einer Pandemie durch vergiftete Geldscheine, in diesem Baustein ist der apokalyptischen Kreativität keine Grenzen gesetzt. Um sich in das jeweilige Szenario zu vertiefen, wird jede Gruppe aufgefordert in Kleingruppenarbeit ein A2 Plakat zu den möglichen Folgen der gewählten Apokalypse zu erstellen. Außerdem sollen mögliche Maßnahmen und welche Verantwortungen übernommen werden müssen, auf dem Plakat erörtert werden. Am Ende des Bausteins ist eine offene Diskussion zu den Szenarien möglich und förderlich.

Titel
Apokalypse Now - 2
Thema
Apokalyptische Untergangsstimmung in 3 realistischen Szenarien.
Typ
Baustein mit kreativer Komponente
Schlagwörter
Apokalypse, Szenario, Lösungsstrategien, Entscheidungsfindung, TING-D
Lernziele
Ziel des Bausteins ist es, einzelnen Ingenieur*innen ihrer Werte bewusst werden zu lassen und diese mit Anderen zu reflektieren. So bietet sich die Möglichkeit Kommiliton*innen kennen zulernen, sich mit ihnen auszutauschen und gemeinsam Handlungs- und Lösungsstrategien zu erarbeiten, beziehungsweise über diese zu diskutieren. Hierbei soll besonders auf den Einfluss der Technik und der Gesellschaft, sowohl auf die Entstehung als auch zur Bewältigung des Szenarios geachtet werden. In der Extremsituation Apokalypse soll das Spannungsverhältnis von Technik, Individuum, Natur und Gesellschaft beleuchtet werden. Die Auseinandersetzung zwischen individuellem Umgang mit dem jeweiligem Szenario und den gesellschaftlichen Auswirkungen wird so ebenfalls bearbeitet, auch unter dem Gesichtspunkt des Verhältnises von individuellem Überleben und demokratischen Prozessen.
Kompetenzen
Kooperation; Bewältigung individueller Entscheidungsdilemmata; moralisches Handeln; eigenständiges Handeln, Unterstützung anderer; Perspektivübernahme; Partizipation
Lernformen
Kreativität anregend; kooperativ; kommuniziered;, systemorientiert
Methoden
Kleingruppen bearbeiten Szenarien, Präsentation und Diskussion in der Großgruppe
Gruppengröße
Max. 24 - 8er Kleingruppen - Min. 12 - 4er Kleingruppen
Dauer
60 Min - bei reger Diskussion 15 min Verlängerung möglich, Verlängerung durch weitere Szenarien möglich
Material und Räume
3 Tische sollten Platz haben im Raum; A2 Plakate; Stifte; Magnete oder Tape; 3 laminierte Szenario-Kärtchen; Kreide, Stuhlkreis
Qualität
Die Qualität des Bausteins ist angenehm. Neue/Alte Szenarien können überarbeitet/eingearbeitet werden
Semester
WS17/18


Vorbereitung

Vorbereitung für die Moderation

Die Moderation sollte sich mit allen geplanten Szenarien auseinander gesetzt haben. Außerdem bietet es sich an zu jedem Szenario ein*e Expert*in zur Kleingruppenarbeit zur Seite zu stellen. Zur Abschlussdiskussion ist es hilfreich, sich pro Moderator*in ein bis zwei Fragen oder Denkanstöße zu überlegen, um die Diskussion zu führen und verschiedene Aspekte abzudecken.

Vorbereitung für die Teilnehmenden

Eine Vorbereitung seitens der Teilnehmenden ist nicht notwendig.

Materialien und Räume

1 Gruppenarbeitstisch pro Szenario sollte Platz haben im Raum; A2 Plakate; Stifte; Magnete oder Tape; laminierte Szenario-Kärtchen; Kreide; Stuhlkreis

Ablaufplan.

Vorbereitung im Raum

  • Bearbeitungstische zusammen stellen
  • Plakate und Stifte auf jeden Tisch ablegen
  • Tafelbild vorbereiten - in der Mitte steht "Apokalypse"
  • Stuhlkreis zur Begrüßung und Abschlussdiskussion vorbereiten

00. Minute - Begrüßung und Vorstellung.

Die Moderation begrüßt die Teilnehmenden, stellt sich selbst vor und bereitet das Brainstorming an der Tafel vor. Danach wird kurz der Ablauf des Bausteins vorgestellt. Der Baustein kann beginnen.

05. Minute - Brainstorming.

Zum Einstieg in das Thema wird mit den Teilnehmenden ein Brainstorming zu dem Begriff "Apocalypse" durchgeführt. An der Tafel werden die Ideen festgehalten, sodass ein erster Eindruck in das Thema verschafft werden kann.

Die Teilnehmenden können Ihre Vorschläge frei in den Raum rein rufen. Alternativ können sich die Teilnehmenden gegenseitig rannehmen ;)

15. Minute - Gruppeneinteilung und Durchführung.

Nachdem das Brainstorming beendet ist, werden Gruppen entsprechend der Anzahl der Szenarien eingeteilt. Danach finden sich die Gruppen an den Tischen wider. Haben sich Alle an ihren Plätzen eingefunden, kann jede Gruppe ein Szenario bearbeiten (EMP-Blackout; Die Welt verhungert; Globale Pandemie). Dazu soll jede Gruppe ein A2-Plakat mit den Folgen des Szenarios, Maßnahmen zur Bewältigung und Verantwortung bestimmter Arbeits-, Bevölkerungs- und Altersgruppen (unter Anderem) im Szenario anfertigen. Auf der Vorderseite der Szenariokarten ist das jeweilige Szenario dargestellt, welches durch die Gruppe bearbeitet werden soll. Eine konkrete Arbeitsanweisung ist auf der Rückseite der Szenariokarten zu finden. Die Szenariokarten werden vorab auf den Tischen ausgelegt. Folgende Fragen sollen beantwortet werden:

  • Was sind die Folgen des beschriebenen Szenarios?
  • Welche Maßnahmen können und müssen ergriffen werden?
  • Wer übernimmt welche Verantwortung(en) für anstehende Bereiche und Aufgaben?


Die zur Verfügung stehende Zeit ist auf 15-20 Minuten veranschlagt.

Zu jedem Szenario stehen ein bis zwei Experten aus dem vorstellenden Team zur Verfügung. Diese unterstützen die Gruppen bei Fragen und liefern weitere Informationen.

35. Minute - Präsentation.

Nachdem die Gruppen ihre Plakate fertiggestellt haben, werden ein bis zwei Personen ausgewählt um das Plakat vorzustellen. Hierfür werden die Plakate einzeln an der Tafel befestigt. Es sollen nun in einer Kurzpräsentation die gefundenen Handlungs- und Lösungsansätze präsentiert werden.

Es sollte darauf geachtet werden, dass die Präsentationszeit 5 Minuten nicht überschreitet.

50. Minute - Abschlussdiskussion

Einzelne Aspekte der verschiedenen Apocalypse Szenarien, die zuvor in den Kleingruppen diskutiert wurden, sollen hier nochmal aufgegriffen werden. Es sollen gezielt kritische Punkte in den verschiedenen Bereichen: Folgen des Szenarios, die Maßnahmen zur Bewältigung der Probleme und die Verantwortungsverteilung für die anstehenden Herausforderungen diskutiert werden. Dabei soll die Moderation entsprechend Punkte aufgreifen, die bei der Plakatpräsentation und in der Kleingruppendiskussion ihrer Meinung nach entsprechend ihres Hintergrundwissens, vernachlässigt wurden. Darüber hinaus schlägt die Abschlussdiskussion den Bogen zu der TING-D Einteilung. Dafür werden entsprechend Fragen gestellt, die gezielt auf die jeweiligen Bereiche eingehen.

Zunächst bietet es sich an, mit einer allgemeinen Frage die Diskussion langsam in Fahrt zu bringen. Zum Beispiel, ob die Teilnehmer die bearbeiteten Szenarien realistisch finden, ob sie sich vorstellen können, dass etwas Vergleichbares in ihrer Lebzeit passieren könnte und die anschließende Auseinandersetzung damit.


Die vorbereiteten, an die TING-D Einteilung angelehnten Diskussionsfragen lauten:

  • Welche Rolle hat Technik im Szenario und euren Lösungsansätzen?
  • Wie sind einzelne Individuen betroffen und beteiligt im behandelten Szenario?
  • Wie habt ihr die Natur bezüglich eurer Überlebensstrategien mit einbezogen?
  • Wie habt ihr euch im gewählten Szenario gesellschaftlich organisiert?
  • Welche Verantwortung trägt die Gesellschaft an der Entstehung des Szenarios?
  • Habt ihr demokratische Prozesse zur Entscheidungsfindung genutzt?
  • Glaubt ihr, dass es immer richtig und notwendig ist, demokratische Entscheidungen zu treffen?

Hinweise und Anmerkungen.

Von den Verfasser*innen.

Die Moderation muss ein Gespür für den Verlauf der Diskussion haben und die passenden Fragen zur richtigen Zeit stellen. Dafür ist es wichtig, spontan zu reagieren und sich an die Dynamik der Abschlussdiskussion anzupassen.

Erweiterungsmöglichkeiten.

Der Baustein ist zeitlich sehr flexibel gestaltbar. Bei Bedarf können weitere Szenarios erarbeitet und hinzugefügt oder sich auf ein oder zwei Szenarien beschränkt werden.

Materialien zur Durchführung.

laminierte Szenariokärtchen.

Zur Durchführung der Kleingruppenarbeit werden die erstellten laminierten Kärtchen mit den einzelnen Szenarien benötigt. Falls gewünscht können einfach neue Szenarien erstellt werden, für diese müssten dann neue Kärtchen erstellt werden.

blankes A2-Plakat.

Damit eine Präsentation vor den Seminarteilnehmer*innen gut gelingen kann, wird ein blankes A2-Plakat pro Gruppe zur kreativen Gestaltung bereit gestellt.

Literaturhinweise und Quellen.