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Baukasten:Apocalypse Now - verschiedene Szenarien

Apocalypse Now - verschiedene Szenarien

Apocalypse-now.jpg


In diesem Baustein geht es um die kreative Auseinandersetzung mit möglichen Apokalypse-Szenarien. Die TeilnehmerInnen wenden auf sehr unterschiedliche Weise an das Thema herangeführt. Der Baustein wird durch eine Präsentation mit einem kleinen Video unterstützt. Im Anschluss an die Einleitung beschäftigen sich die TeilnehmerInnen mit vier unterschiedlichen Szenarien und malen nach einer kurzen Wissensvermittlung in den Kleingruppen ein gemeinsames Bild, das im Anschluss den anderen Gruppen vorgestellt wird. In jeder Kleingruppe gibt es SpezialistInnen für die TING-Bereiche, die sich um die Darstellung ebendieser in den Kunstwerken kümmern. Diese werden sich dann in SpezialistInnengruppen der TING-Bereiche mit den SpezialistInnen aus den anderen drei Gruppen beraten und allgemein gültige Lösungsansätze für die Apokalypse-Szenarien erarbeiten. Diese werden abschließend als Grundlage für die Diskussion der Seminargruppe verwendet. Es ist dabei wichtig anzumerken, dass die Bilder nur als Instrument dienen, um die eigenen Gedanken zu teilen. Entscheidender ist die Präsentation der dazugehörigen Gedanken und Meinungen. Abschließend sollen die Teilnehmer in der Gruppendiskussion für die Thematik sensibilisiert und zur kritischen Auseinandersetzung angeregt werden.

Titel
Apokalypse - verschiedene Szenarien
Thema
Apokalypse - verschiedene Szenarien - Kreative Auseinandersetzung und Erarbeitung von allgemein gültigen Lösungsvorschlägen
Typ
Baustein mit individuellen Wissensspeichern und künstlerischer Ausgestaltung in Kleingruppen mit besonderem Fokus auf das TING-Modell.
Schlagwörter
kreativ, innovativ, interdisziplinär, gesellschaftskritisch
Lernziele
Bitte an den Lernzielen des Seminars orientieren.
Kompetenzen
Antizipation, interdisziplinärer Erkenntnisgewinn, Kooperation, Partizipation, Reflexion auf Leitbilder, moralisches Handeln, gesamtgesellschaftliches Problemlösen
Lernformen
kreativ (Kreativität anregen, Eigenaktivität fordern, Ergebnismöglichkeit bieten); kooperativ (kooperieren, kommunizieren, Gemeinschaftsgefühl stärken, künstlerische Interessen); modellorientiert (bekannte Modelle neu anwenden, unerprobte Wege gehen)
Methoden
Themeneinführung, Kurzpräsentationen, moderierte Kleingruppenarbeit, Großgruppendiskussion
Gruppengröße
Mindestens 16 Personen, maximal 30
Dauer
60 Minuten
Material und Räume
Material aus der Mappe vom BE-Team, Raum mit genug Platz für Gruppentische und einen Stuhlkreis, Beamer, Boxen,
Qualität
ganz stark
Semester
Wintersemester 17/18


Vorbereitung

Vorbereitung für die Moderation

Informationsmaterial und Internetseiten nutzen, um sich in das Thema einzulesen. Material ansehen und sich damit vertraut machen. Verlauf der Stunde durchsprechen und klare Aufteilung der Aufgaben besprechen.

Wie viel Zeit ist für die Vorbereitung der Durchführenden notwendig, wenn sie den Baustein noch gar nicht kennen?

Insgesamt: 3 - 4 Std.

Einlesen: ca. 1 Std. – 2 Std

Materialbekanntmachung: 1 Std

Ablauf durchgehen: 40 min.

Aufgabenverteilung: 10 min

Vorbereitung für die Teilnehmenden

Teilnehmende müssen sich nicht auf den Baustein vorbereiten. Ihnen wird alles während des Bausteins nähergebracht.

Materialien und Räume

Platzzuweisung: Die Plätze werden durch Platzkärtchen, die mit vier verschiedenen Symbolen bedruckt sind, zugewiesen. Tische: Sind ebenfalls mit Symbolkarten versehen, sodass die Teilnehmer wissen, zu welchem Tisch sie gehören. Außerdem sind die Stationsmaterialien mit den jeweiligen Spielregeln ausgelegt. Tischkarten mit Szenario und TING

Ablaufplan.

Vorbereitung im Raum

Die Durchführenden sollten sich rechtzeitig im Raum einfinden, um die nötigen Vorbereitungen treffen zu können. Es muss ein Beamer angeschlossen und eingestellt werden. Die vier Gruppentische müssen aufgestellt und vorbereitet werden, sodass die Stationen soweit fertig ausgerichtet sind und das Stationenlernen durchführbar ist. Ebenfalls muss ein Stuhlkreis für die anschließende Diskussionsrunde vorbereitet werden.

- 10.-00. Minute, Platzkarten verteilen

Die Platzkarten müssen an der Tür bereitliegen und am besten von einer Person (zu Beginn des Bausteins) verteilt werden, sodass eine gleichmäßige Verteilung der Studierenden an den Stationen garantiert werden kann. Anschließend werden alle Teilnehmer aufgefordert sich Namensschilder zu basteln.

00. Minute - Begrüßung und Ankündigungen.

Eine Person der Moderation begrüßt die Teilnehmer und stellt die anderen Gruppenmitglieder vor. Bevor es richtig losgeht, soll ein allgemeines Meinungsbild der Teilnehmer eingeholt werden durch Fragen: “Was stellt ihr euch unter Apokalypse vor?”, “Gibt es Sachen in eurem alltäglichen Leben auf die ihr angewiesen seid oder denkt ihr, dass ihr autark leben könnt?”

Anschließend wird die Agenda vorgestellt.

03. Minute - Video, Agenda und Einführung des Stationenlernens.

06. Minute - Stationenlernen.

Jeder hat bis zu 24 Minuten Zeit, um sich mit seiner Station zu beschäftigen. Interaktiv werden den Gruppenteilnehmern vom Experten Fakten und Folgen bezüglich des Szenarios präsentiert. Jede Station hat eine/n Experten/in, der die Gruppenteilnehmer dazu animiert sich Gedanken über die jeweiligen Szenarien zu machen. Der Experte regt zu einer konstruktiven Diskussion an. Innerhalb der Gruppe muss währenddessen ein Bild gemalt werden, welches die Station mit dem jeweiligen Szenario gut zusammenfasst. Dazu wird das Bild in 4 Bereiche Unterteilt. Diese sind Technik, Individuum, Natur und Gesellschaft. Zu jedem dieser Bereiche müssen sich die Gruppen Gedanken machen und mögliche Folgen des Szenarios künstlerisch darstellen Es sollte darauf geachtet werden, dass sich die Teilnehmer dem TING-Modell bewusst sind.

Einführung durch Experten: z.B. durch Aufwärmspiel, Wissenspräsentation, Vortrag oder Diskussion (flexible, interaktive Varianten von Wissensspeichern)


Station 1: Alien-Invasion:

An dieser Station ist die Kreativität der Teilnehmer gefragt, denn wir spielen ein kreatives und interaktives Spiel: eine Kettengeschichte → Spielablauf: Die Teilnehmer und der Experte der Station sitzen an einem Gruppentisch.

Die Spielleitung (der Experte) beginnt die Geschichte einzuleiten und zu erzählen. Der Experte unterbricht die Erzählung und reicht einen Gegenstand (Ball ähnliches) an eine beliebige Person weiter.

Diese hat nun die Aufgabe, die Geschichte weiter zu erzählen.

Jeder Spieler muss mindestens einen, aber höchstens drei Sätze hinzufügen.

Schließlich bricht auch er ab und gibt den Gegenstand wiederum an seinen Nachbarn weiter, der nun seinerseits mit der Erzählung fortfährt.

Der Experte erklärt am Anfang noch kurz folgende Kriterien/Einschränkungen:

Es geht um einen Alien-Angriff:

Alien sind nicht kooperationsbereit mit den Menschen.

Alien sind nicht friedlich, sondern auf feindlicher Mission → Ausrottung der Menschheit

Nach etwa 10 Minuten wird die Geschichte beendet und die Teilnehmenden aufgefordert mit der Erstellung des Bildes zu beginnen.


Station 2: kein Erdöl

Das Szenario “kein Erdöl” basiert auf der Annahme einer Mutation und sprunghaften Verbreitung von Erdöl-zersetzenden Bakterien. Diese existieren bereits in kleinen Populationen in Meerwasser und an Land und sind unter anderem für die schnelle Auflösung von austretendem Öl aus Unterwasserquellen oder menschengemachten Ölkatastrophen verantwortlich. Bei Mutationen, die dazu führen, dass die Bakterien an Land besser überleben können, kommt es durch die deutlich größere verfügbare Menge an Sauerstoff zu exponentiell schnellerer Umwandlung. Die massenhafte Zersetzung hätte gravierende Folgen auf unsere Gesellschaft, unsere Umwelt, unsere Art zu leben und jede/n einzelne/n von uns… Der Experte ist dafür verantwortlich eine kurze Einleitung zum wissenschaftlichen Hintergrund zu geben und anschließend mit den Teilnehmern die Folgen zu diskutieren. Dabei sollen die Teilnehmenden eher zu Fragen an den Experten angeregt werden und nicht einem 10 minütigen Vortrag lauschen. Als Unterstützung können die interaktiven Onlinequellen in der Beschreibungsdatei verwendet werden.


Station 3: Bienensterben

Das Szenario „Bienensterben“ beschreibt eine Situation, in der die Mehrheit der Bienenvölker durch verschiedene Probleme verschwindet bzw. schon verschwunden ist. Dieses Szenario ist teilweise schon jetzt Realität. Im Zusammenhang mit dem Thema des Bausteins soll sich in eine zukünftige, schlimmere Lage hineinversetzt werden. Die Teilnehmenden können sich dazu Wissen aneignen, indem sie die vorbereiteten Karten durchlesen und sich die zur Verfügung gestellten Bilder anschauen. Alle Karten enthalten Informationen von unterschiedlichen Quellen aus den Bereichen der Technik, der Natur, des Individuums und der Gesellschaft, um eine differenzierte Meinungsbildung zu ermöglichen und die Teilnehmenden auf die nächste Aufgabe, das gemeinsame Bildermalen, vorzubereiten.


Station 4: kein Mond

Bei dieser Station geht es darum, die Teilnehmenden (TN) dafür zu sensibilisieren, welchen Einfluss der Mond auf unsere Umwelt hat. Zuerst gibt der Experte Backgroundinfos zur Entstehunggeschichte des Mondes - hierbei kann auch gefragt werden, ob die TN diese schon kennen bzw. ob sie sich denken können, wie der Mond entstanden ist. Der Experte legt nun die laminierten Photos der möglichen Konsequenzen auf dem Tisch/bei der Station aus - diese können als Inspiration für das Zeichnen des Bildes genutzt werden. Anschließend diskutieren die TN über die möglichen Szenarien und fangen an das Bild zu zeichnen. Nach der kleinen Diskussion der TN erklärt der Experte warum die einzelnen Szenarien eintreten könnten - hierfür können die laminierten Pptx-Folien genutzt werden. Tricky ist, hier treten alle Szenarien ein!

30. Minute - Bildpräsentation

In den Gruppen sitzend, werden die Gruppen jeweils aufgefordert, ihr Bild zu präsentieren. 1-2 Personen der Gruppe sollen erklären, worum es in ihrer Gruppe ging und warum ihr Bild demnach so aussieht. Jede Gruppe hat hierbei nur 2 Minuten Zeit und erhält eine Stoppuhr, an die sie sich richten müssen. Hierbei wird versucht, sich prägnant und kurz zu halten.

40. Minute - TING

Anschließend setzen sich Techniker, Individuen, Naturverbunde und Gesellschafter jeweils zusammen und diskutieren einen aussagekräftigen, allgemeingültigen Lösungsvorschlag für ihr Themengebiet. “Wie können wir Risiken präventiv verringern, sodass die gezeigten Szenarien nicht auftreten bzw. die Folgen minimiert werden?”

50. Minute Diskussionsrunde

Die nächsten 10-12 Minuten sollen für eine Diskussionsrunde eingerechnet werden. Diese soll den Baustein abschließen. Es soll Gelerntes angewendet und aufgekommene Fragen diskutiert werden: Die Lösungsvorschläge der vier Gruppen (TING) werden in den ersten Minuten der Diskussionsrunde von einer Person präsentiert. Danach wird ein Werkzeug ausgehändigt. “Die Macht der Beeinflussung” Es gibt im Leben Situationen, die vom Menschen beeinflusst werden müssen, um ein Gleichgewicht wiederherzustellen. Das ist jedoch nicht immer möglich. Zusammenhalt ist die einzige Lösung in jeder Situation in der die Menschheit, das Individuum oder die Natur in Gefahr sind, um ein Leben lebenswert zu machen und zu erhalten.

Abschließend wird die Diskussionsrunde durch die Fragen eingeleitet.

Was für Möglichkeiten hat ein Mensch die Risiken bezüglich der vier Szenarien so weit wie möglich zu minimieren?

Seid ihr über einige Folgen der Szenarien schockiert oder könnt ihr euch gar nicht vorstellen, dass so etwas jemals passiert?

Fühlt ihr euch trotz der möglichen Szenarien sicher? - wenn ja, warum?

Sollte jeder Mensch sich auf Katastrophen einstellen, wie die Prepper, und bei sich zuhause alle lebensnotwendigen Werkzeuge und Lebensmittel vorbereiten oder findet ihr das zu extrem?

60+1. Minute -Feedbackrunde

In den letzten drei Minuten soll ein kurzes Feedback eingeholt und Verbesserungsvorschläge notiert werden.

Materialien zur Durchführung.

Literaturhinweise und Quellen.