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Baukasten:Geschichte der TU Berlin

Geschichte der TU Berlin

TU-Hauptgebaeude.jpg


Die damals noch TH Berlin, wurde aufgrund ihrer massiven Verwicklung im 2. Weltkrieg von den Alliierten geschlossen und unter dem neuen Namen Technische Universität 1946 wiedereröffnet. Die Bedingung zur Neueröffnung war, dass Ingenieure sich mit den gesellschaftlichen Konsequenzen ihres Handelns beschäftigen müssen. In der Eröffnungsrede von General E.P. Nares heißt es dazu unter anderem: "“…jede Erziehung, ob technisch, humanistisch oder anderes, muss universal sein. d.h. sie muss den ganzen Menschen, die ganze Persönlichkeit angehen, und ihre erste Aufgabe ist die Heranbildung eines Menschen im vollen Sinne, der in der Lage ist, eine verantwortliche Stellung im Leben neben seinen Mitmenschen einzunehmen.” Als Konsequenz wurde ein über ein Semester hinausgehendes verpflichtendes humanistisches Studium eingerichtet. Was ist heute noch davon übrig? Und wie kann die Lehre diesem Gründungsideal gerecht werden? Darüber wird in diesem Baustein diskutiert.

Titel
Was passierte mit dem Humanistischen Studium der TU Berlin?
Thema
Geschichte der TU Berlin und das humanistische Studium
Typ
Baustein, Wissensspeicher
Schlagwörter
Humanistisches Studium, Technische Universität Berlin
Lernziele
Kurze Beschreibung der Lernziele. Bitte in der Regel eines oder mehrere der 12 Modullernzielen des Seminars benutzen.
Kompetenzen
disziplinübergreifende Erkenntnisgewinnung; Umgang mit unvollständigen und überkomplexen Informationen; Bewältigung individueller Entscheidungsdilemmata; Reflexion auf Leitbilder
Lernformen
faktenorientiert (Fakten und Werte vermitteln, Probleme analysieren; systemorientiert (Regeln und Verfahren anwenden, erprobte Wege gehen, systematisch vorgehen)
Methoden
Wissensspeicher, Diskussion
Gruppengröße
bis zu 30 Teilnehmenden
Dauer
60 Minuten oder länger
Material und Räume
Wissensspeicher Der Punkt Download wird automatisch eingefügt und verweist immer auf die gleiche Seite.
Qualität
Sehr gut
Semester
Wintersemester 2018


Vorbereitung

Vorbereitung für die Moderation

Die Moderation sollte sich einmal mit dem ganzen Wissensspeicher beschäftigen und sich eine eigene Haltung zu dem Thema überlegen, die dann mit den Teilnehmenden diskutiert werden kann. Die bei den Quellen angegebenen Bücher sollten (wenn ausleihbar), aus der VW Bibliothek ausgeliehen und dem Wissenspeicher hinzugefügt werden.

Vorbereitung für die Teilnehmenden

Keine

Materialien und Räume

Der Wissensspeicher wird aus den Texten zusammengestellt, die in der Cloud zu finden sind. Die Quellen, dafür sind unten nochmal angegeben und bestehen ausgedruckt zum abholen im Büro von Blue Engineering.

Der Wissensspeicher wird auf fünf Tische verteilt, mit den jeweiligen Zeitabschnitten 1. Nationalsozialismus 2. Neuanfänge 3. Studentenbewegungen um 68 4. 50 Jahre TU Berlin 5. Das neue Jahrtausend

Ablaufplan.

Vorbereitung im Raum

Wissensspeicher aufbauen.

00. Minute - Begrüßung und Ankündigungen.

Die Moderation heißt die Teilnehmenden willkommen zum eintauchen in die Geschichte der TU Berlin.Alle sitzen in einem Stuhlkreis. An der Tafel steht die Frage: Was ist die Aufgabe universitärer Lehre?

Die Teilnehmenden diskutieren die Frage, die Moderation schreibt an der Tafel einzelne Stichworte mit und kann ergänzen, was Ihrer Meinung nach noch fehlt.

z.B Spezialisierung, Demokratisierung, Arbeitsmarktvorbereitung, ...

10. Minute - Rede zur Neueröffnung der TU Berlin

Die Moderation erzählt, dass die damals noch TH Berlin nach dem zweiten Weltkrieg aufgrund massiver militärischer Verwicklung von den Alliierten geschlossen wurde. 1946 wurde sie unter dem Namen Technische Universität Berlin neueröffnet. Die Bedingung hierzu war, dass Ingenieure sich mit den gesellschaftlichen Konsequenzen ihres Handelns beschäftigen müssen.

Dazu wird folgender Ausschnitt aus der Eröffnungsrede von E.P.Nares 1946 vorgelesen.

"...und an ihrer Stelle entsteht eine neue Institution mit neuen Zielen. Der Sinn dieses Namenswechsels ist einfach, aber von größter Bedeutung. Sie sollten von ihm lernen, dass jede Erziehung, ob technisch, humanistisch oder anderes, universal sein muss, d.h. sie muss den ganzen Menschen, die ganze Persönlichkeit angehen, und ihre erste Aufgabe ist die Heranbildung eines Menschen im vollen Sinne, der in der Lage ist, eine verantwortliche Stellung im Leben neben seinen Mitmenschen einzunehmen.” Erst in zweiter Linie kommt die Ausbildung zu einem guten Philologen, einem guten Architekten, einem guten Musiker oder einem guten Ingenieur. Wo aber die Erziehung die Bildung der ganzen Persönlichkeit nicht fördert, hat sie ihren Zweck verfehlt, und ihren Zweck soll diese Technische Universität nicht verfehlen."

Alle Teilnehmenden bekommen einen Ausdruck der Rede ausgeteilt und werden eingeladen, sie gleich zu lesen und danach den Wissensspeicher zu sichten.

20. Minute - Wissenspeicher.

Die Teilnehmenden haben 25 Minuten Zeit quer durch den Wissensspeicher zu lesen. Dabei wird nicht jeder alles lesen können.

45. Minute - Zusammenfassen im Stuhlkreis

Alle kommen wieder in den Stuhlkreis zusammen und gemeinsam wird dem Zeitablauf entsprechend versucht die Geschichte der TU Berlin zu rekonstruieren. Was ist in der Nazizeit an der TU passiert? Wie ist der Neuanfang vonstatten gegangen usw. Die Moderation versucht dabei zu ergänzen um einen möglichst roten Faden durch die Geschichte zu spinnen.

55. Minute - Abschluss

Es wird zum Abschluss noch einmal Bezug zur Anfangsfrage "Was ist die Aufgabe universitärer Lehre?" genommen.

Wo seht ihr heute noch die Idee des Humanistischen Studiums an der TU verwirklicht? z.B in den Projektwerkstätten, Blue Engineering, dem freien Wahl Bereich, dem Studienangebot der Fakultät 1...

Hat sich eure Vorstellung der Aufgabe universitärer Lehre verschoben?

Wenn die Zeit um ist, bedankt sich die Moderation für die Teilnahme am Baustein.

Literaturhinweise und Quellen.

Bücher aus der VW Bibliothek:

"Diskriminierung, Ausgrenzung, Vertreibung – Die Technische Hochschule Berlin während des Nationalsozialismus" Carina Baganz Metropol-Verlag ISBN 978-3-86331-130-8

"Kriegsende und Neubeginn - von der technischen Hochschule zur technischen Universität Berlin" Carina Baganz Verlag am Fluss, 2017.

"50 Jahre Technische Universität Berlin: technische Universitäten zwischen Spezialistentum und gesellschaftlicher Verantwortung: Dokumentation der wissenschaftlichen Konferenz zum fünfzigjährigen Bestehen der Technischen Universität Berlin" Rainer Strotmann Technische Universität Berlin, 1996.

"Neugier und Nutzen, 50 Jahre Technische Universität Berlin" Prof. Dr. Dieter Schumann (Hg.)

"Wissenschaft und Gesellschaft, Beiträge zur Geschichte der Technischen Universität Berlin 1879-1979 Festschrift zum hundertjährigen Gründungsjubiläum der Technischen Universität Berlin", Band 1 und 2 Reinhard Rürup (Hg.) Springer-Verlag ISBN 3-540-09672-8, 0-387-09672-8

Rede zur Eröffnung der TU Berlin https://www.tu-berlin.de/fileadmin/a70100710/Dokumentationen/Geschichte/Eroeffnungsansprache_TUBerlin_Nares.pdf

Wissenspeicher

Berichte aus den Archiven: http://archiv.pressestelle.tu-berlin.de/

1. Nationalsozialismus

2. Neuanfänge

https://www.tagesspiegel.de/wissen/rehabilitierung-von-ns-opfern-an-der-tu-berlin-schweigen-als-strategie/19659586.html

3. Studentenbewegungen um 68

4. 50 Jahre TU Berlin

  • Aus den Archiven der TU und Neugier und Nutzen, 50 Jahre Technische Universität Berlin

Prof. Dr. Dieter Schumann (Hg.)

5. Das neue Jahrtausend