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Baukasten:Müll und Konsumgesellschaft

Müll und Konsumgesellschaft

Muell-konsumgesellschaft.jpg


Konsum ist ein Thema das jeden beschäftigt und ist unglaublich komplex. Die Teilnehmenden des Bausteins erarbeiten an drei verschiedenen Stationen die Komplexität sowie Folgen des Konsums unserer Gesellschaft. Im Rahmen des Bausteins soll den Teilnehmenden ihr eigenes Konsumverhalten bewusster gemacht werden.

Titel
Müll und Konsumgesellschaft
Thema
Konsumverhalten, Müll und Recycling sowie alternativer Konsum.
Typ
Baustein, Quiz
Schlagwörter
Konsumverhalten, Mülltrennung und alternativer Konsum
Lernziele
Die Teilnehmenden sollen sich mit den drei, von uns gewählten Stationen Müll und Recycling, Konsumverhalten sowie alternativem Konsum auseinandersetzten. Dies soll durch interaktive Wissensvermittlung geschehen. Darüber hinaus sollen die Teilnehmenden sich mit den behandelten Themen über das Seminar hinaus beschäftigen um im Anschluss dementsprechend bewusster zu handeln.
Kompetenzen
Kommunikation, Weitergabe von Informationen, Austausch/Diskussion zur Wissensvermittlung, Partizipation
Lernformen
kooperativ ; faktenorientiert
Methoden
- An den Stationen: gemeinsame Entscheidungsfindung, Quiz, Reflexion des eigenen Verhaltens
- Diskussion in kleiner und großer Gruppe
Gruppengröße
6-24
Dauer
Mindestens 60 Minuten, kann aber auch verlängert werden (durch Verlängerung der Stationsarbeit).
Material und Räume
- Drei Anfangsbilder zu den einzelnen Stationen,
- Quizzettel zum Ausfüllen (pro Teilnehmende Person),
- "Mülleimer" mit 4 Gegenständen (dies kann bei weiterer Bearbeitung des Bausteins neu überlegt werden: was sind Gegenstände, bei denen man unsicher ist, in welcher Tonne sie landen? z.B. Schrauben, Pizzakartons,...),
- Wissensspeicher (siehe Cloud),
- Gegenstände für Alternativen Konsum (z.B. Kaffeebecher, Jutebeutel, Wachstücher,...),
- Checkliste für die 3. Station (pro Teilnehmende Person)

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Qualität

Semester
WiSe2018/19


Vorbereitung

Vorbereitung für die Moderation

Die Durchführenden sollen sich eigene Gedanken zum Thema Konsum machen. Dabei sollen sie u.a. überlegen, bei welchen Gegenständen sie sich unsicher sind, in welchen Müll sie gehören und dies recherchieren, so wie was es für Konsumalternativen im Allgemeinen gibt.

Filmempfehlung: "The True Cost"

Materialien und Räume

  • Drei Anfangsbilder zu den einzelnen Stationen,
  • Quizzettel zum Ausfüllen (pro Teilnehmende Person),
  • "Mülleimer" mit mindestens 4 Gegenständen (dies kann bei weiterer Bearbeitung des Bausteins neu überlegt werden: was sind Gegenstände, bei denen man unsicher ist, in welcher Tonne sie landen? z.B. Schrauben, Pizzakartons,...),
  • Wissensspeicher (siehe Cloud),
  • Gegenstände für Alternativen Konsum (z.B. Kaffeebecher, Jutebeutel, Wachstücher,...),
  • Checkliste für die 3. Station (pro Teilnehmende Person)

Ablaufplan.

Für eine erste Orientierung, wie die Dokumentation erfolgen kann, ist hier der Baustein "Technik als Problemlöser!?" angegeben.

Vorbereitung im Raum

Die drei Stationen müssen aufgebaut werden (3 Tischgruppen):

Konsumverhalten-Station

  • Hier werden die ausgedruckten Quizzettel ausgelegt.

Müll-und Recycling-Station

  • Die einzelnen Tonnen mit den dazugehörigen Flyern werden aufgestellt

Alternativer-Konsum-Station

  • Die einzelnen Gegenstände (z.B. Kaffeebecher, Stoffbeutel, Wachstücher, Trinkflasche,.. ggf. mit Beschriftungen) sowie die Checklisten werden ausgelegt. Dafür werden drei Tischgruppen aufgestellt.


Außerdem

An der Tafel werden die drei prägnanten Bilder mit viel Abstand angehängt und dazu werden jeweils die Zitate angeschrieben. Vorne im Raum wird ein Stuhlkreis für die Einführung ins Thema als auch für die Abschlussdiskussion erstellt. Dabei sollte darauf aufgepasst werden, dass keine Stühle direkt vor den Bildern stehen, so dass sich die Teilnehmenden ohne Probleme vor den Bildern versammeln können.

00. Minute - Begrüßung.

Die Moderation begrüßt die Teilnehmenden im Stuhlkreis und stellt das Thema sowie den groben Verlauf des Bausteins vor, damit die Teilnehmenden einen Überblick über den Baustein bekommen und diesem besser folgen können.

05. Minute - Einführung und Begriffsdefinition.

Nach der Begrüßung werden die Teilnehmenden befragt, wie sie selbst den Begriff Konsum definieren würden um einen aktiven Einstieg in das Thema zu ermöglichen. Daraufhin wird der Begriff allgemein definiert:

Nach der Bundeszentrale für politische Bildung bedeutet Konsum „die Inanspruchnahme von Gütern und Dienstleistungen zur unmittelbaren Bedürfnisbefriedigung durch private oder öffentliche Haushalte“.

Im Anschluss daran werden die Teilnehmenden befragt, welche der mitgebrachten Bilder/Zitate sie am meisten tangiert. Dementsprechend sollen sie sich bei den Bildern aufstellen und anschließend mit der dazugehörigen Station anfangen. Es sollten homogene Gruppengrößen entstehen.

Hinweis: es ist egal, mit welcher Station angefangen wird, bei den Bildern geht es vor allem darum, aufzuweisen, wie Komplex das Thema ist und alles irgendwie zusammenhängt

10. Minute - Stationsarbeit.

Die Teilnehmenden werden von den Durchführenden zu den einzelnen Stationen geleitet, dabei ist jeweils mindestens eine Durchführende Person pro Station anwesend. Diese leitet die Teilnehmenden durch die Station.

Station 1) Konsumverhalten

Den Teilnehmenden wird jeweils ein Zettel ausgeteilt, auf dem sie die folgenden Fragen beantworten sollen. Die Fragen werden hintereinander von der durchführenden Person an der Station vorgelesen. Dabei bekommen die Teilnehmenden dazwischen jeweils ca. 1 Minute zum überlegen. Im Anschluss wird auf den deutschen Durchschnitt Bezug genommen, damit die Teilnehmenden einen Vergleich bekommen.

  • Wie viele Kleidungsstücke kaufst du jährlich?
  • Wie viel davon trägst du selten/nie (prozentual)?
  • Wie oft kaufst du dir ungefähr ein neues Handy?
  • Wie viele Unterhaltungs-Elektrogeräte befinden sich in deinem Haushalt?

Im Anschluss an das Quiz werden von der Durchführenden Person an der Station verschiedene Wissensspeicher zum Thema ausgeteilt. Danach sollen sie sich über die Informationen austauschen.


22. Minute - Stationsarbeit II.

Die Teilnehmenden rotieren im Uhrzeigersinn zur nächsten Station.

Station 2) Müll und Recycling

An dieser Station sollen sich die Teilnehmenden zunächst mit der Berliner Mülltrennung auseinandersetzen. Dafür werden von den Durchführenden mehrere Gegenstände mitgebracht, welche von den Teilnehmenden in die richtige Tonne geworfen werden soll. Dabei soll gemeinsam entschieden werden. Am Anschluss an jeden „Einwurf“ kommt die Aufklärung seitens der Durchführenden. Haben sie sich richtig entschieden? [Wertstofftonne; Glastonne - ggf. Unterscheidung zwischen weiß, grün, braun; Papiertonne; Bioguttonne; Hausmülltonne]'

Daraufhin werden die Teilnehmenden zum Thema Recycling gefragt: Wie viel der jeweiligen Tonnen wird recycelt? Auch hier soll die Gruppe diskutieren bevor aufgedeckt wird.

Zuletzt werden die Teilnehmenden befragt, ob Deutschland zurecht den Titel „Reyclingmeister“ trägt. Im Anschluss daran werden die Wissensspeicher [Flyer der BSR und ein Text über die „Vorzeigestadt“ Japans sowie ggf. noch einen Text zum Thema Inputbezogene Recyclingquoten in Deutschland] zum Lesen verteilt.

34. Minute - Stationsarbeit III.

Die Teilnehmenden rotieren im Uhrzeigersinn zur nächsten Station.

Station 3) Alternativer Konsum

Die Teilnehmenden bekommen zunächst etwas Zeit, um sich die Gegenstände (z.B. Gemüsenetz, Stoffbeutel, Glasflasche, Kaffeebecher, selbstgemachtes Deo, Wachstücher,) auf dem Tisch anzugucken. Dabei erklären die Durchführenden, was es mit den Gegenständen auf sich hat. Danach bekommen die Teilnehmenden einige Minuten Zeit um über ihren letzten sowie nächsten geplanten Einkauf nachzudenken. Im Anschluss wird an der Station darüber diskutiert. Dafür werden die Checklisten an alle ausgeteilt. Auf der Checkliste stehen folgende Fragen, welche von den Durchführenden ausgetauscht werden können:

  • Brauche ich das wirklich?
  • Habe ich bereits etwas Ähnliches?
  • Kann ich es mir leihen, Second Hand kaufen oder selbst herstellen?
  • Was passiert, wenn ich es nicht bekomme?
  • Wann hatte ich es das letzte Mal im Einsatz?
  • Macht es mich glücklich(er)?


46. Minute - Gemeinsame Abschlussdiskussion.

Alle Beteiligten setzen sich zurück in den Anfangsstuhlkreis. Die Teilnehmenden sollen Stellung zu den folgenden Fragen beziehen:

  • Würdet ihr auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse an eurem Konsumverhalten etwas verändern? (Abstimmung)
  • Wie schaffen es Unternehmen, uns zum Kaufen zu bewegen?
  • Kann es gesellschaftlichen Konsum ohne Müll geben?

Für die weitere Diskussion gibt es keinen weiteren roten Faden, die Fragen können durch die Durchführenden ausgetauscht werden. Dabei sollen sich die Studierenden gegenseitig drannehmen.


60. Minute - Ende des Bausteins.

Hinweise und Anmerkungen.

Materialien zur Durchführung.

Ausdrucken der Zettel/Texte (siehe Cloud).

- Quizzettel zum Ausfüllen (pro Teilnehmende Person),

- Checkliste für die 3. Station (pro Teilnehmende Person)

- Wissensspeicher

Literaturhinweise und Quellen.

Allgemeine Konsumdefinition

Konsumverhalten

- Bilder und Zitate

- Wissensspeicher

Müll und Recycling

- Bilder und Zitate:

- Wissensspeicher:

Alternativer Konsum

- Bilder und Zitate