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Baukasten:Mikroplastik als alltäglicher Begleiter

Mikroplastik als alltäglicher Begleiter

Mikroplastik.jpg


Im Baustein "Mikroplastik als alltäglicher Begleiter" sollen Teilnehmende sich näher mit dem Thema Mikroplastik auseinandersetzten. Dabei werden anhand des TING-Modells vier Stationen durchlaufen, an denen sich die Teilnehmenden mit folgenden Themen befassen: Wo uns Mikroplastik im Alltag begegnet, warum es schädlich ist, warum es heutzutage an so vielen Stellen verwendet wird, was es für Alternativen gibt und wie viel Aufmerksamkeit das Thema in der Gesellschaft bekommt. Durch die Vielseitigkeit der Stationen soll ein breites Wissen über Mikroplastik vermittelt werden, aus dem sich jede/r Teilnehmede die für sie/ihn interesanntesten Aspekte rausfiltern kann.

Titel
Mikroplastik als alltäglicher Begleiter
Thema
Wo uns Mikroplastik im Alltag begegnet, warum es schädlich ist, warum es heutzutage an so vielen Stellen verwendet wird, was es für Alternativen gibt und wie viel Aufmerksamkeit das Thema in der Gesellschaft bekommt.
Typ
Stationenlernen
Schlagwörter
Mikroplastik, Plastik, Umwelt, TING-D
Lernziele
Bewusstsein für die Problematik Mikroplastik, Aufklärung/Sensibilisierung
Kompetenzen
Kompetenz zur Reflexion, Verantwortung, moralisches Handeln, Problem- und Verhaltensbewusstsein
Lernformen
kreativ, kooperativ, selbstorganisiert, faktenorientiert
Methoden
Vortrag, Stationenlernen (Spiel (Memory), Wissensspeicher, Kleingruppenarbeit), Erstellung einer persönlichen Informationsbroschüre, Diskussion
Gruppengröße
12 - 20 Personen
Dauer
60 Minuten
Material und Räume
Laptop, Beamer, Lautsprecher, großer Raum (für Stuhlkreis und 4 Gruppentische), evtl. Klangschale o.ä., Materialien zum Baustein
Qualität
Welche Qualität hat der Baustein? Bedarf es einer Überarbeitung?
Semester
WS 17/18


Vorbereitung

Vorbereitung für die Moderation

  • Jede Person sollte sich als Einleitung die Plakate des Wissensspeichers (Station Natur) durchlesen.
  • Je eine Person sollte Experte/ Expertin für eine Station sein (es werden mindestens 4 Moderator_Innen gebraucht). Diese sollte sich mit den Abläufen an der jeweiligen Station genau vertraut machen und bei Bedarf Hintergrundwissen aneigenen. Informationen dazu sind im Ablaufplan zu finden.
  • Darüber hinaus sollte sich eine Person vorbereiten, die Einführungspräsentation zu halten.
  • Es wird empfohlen, dass am Ende zwei Personen die Abschlussdiskussion leiten und sich vorher entsprechend mit den im Ablaufplan vorgeschlagenen Fragen auseinandersetzten.

Vorbereitung für die Teilnehmenden

Von Seiten der Teilnehmer ist keine Vorbereitung notwendig.

Materialien und Räume

  • großer Raum von Vorteil
  • Beamer, Laptop, Lautsprecher
  • PowerPoint-Präsentation (siehe Cloud)
  • Material zu den einzelnen Stationen (siehe Cloud)
  • Vier DIN A4 - Blätter mit der Aufschrift "Technik", "Individuum", "Natur" und "Gesellschaft" zum Ausweisen der jeweiligen Station (s. bereitgestelltes Material)
  • Broschüre in ausreichender Menge ausdrucken (Vorlage vorhanden)
  • kleine Zettel mit den Beschriftungen T, I, N, G vorbereiten, die vor Beginn des Bausteins an die Teilnehmenden ausgeteilt werden soll (3-5 Leute pro Gruppe bzw. Station)
  • evtl. Klebeband und Stift für Namensschilder

Ablaufplan

Vorbereitung im Raum

  • Aufbau der Stationstische im hinteren Bereich des Raumes. Pro Station genügt ein Tisch . Die jeweiligen Materialien, sowie die DIN A 4 Blätter mit den Namen für die Stationen Technik, Individuum und Gesellschaft, die der Orientierung dienen sollen, werden auf den jeweiligen Tischen ausgelegt.
  • Der Wissensspeicher für die Station Natur wird aufgehängt, zusätzlich kann ein Tisch davor aufgebaut werden, um den Teilnehmenden die Schreibarbeit für die Broschüre zu erleichtern.
  • An jeder Station sollten zu Beginn Broschüren ausliegen, so dass alle Teilnehmenden ab der ersten Station eine Broschüre haben.
  • Aufbau eines Stuhlhalbkreises im vorderen Bereich des Raumes für die Einführungspräsentation.
  • Den Rest der Tische und Stühle an die Wände schieben.
  • Beamer und Lautsprecher aufbauen und Präsentation vorbereiten.
  • Gruppeneinteilung: Verteilung der Zettel T, I, N, G an die Teilnehmenden, die in den Raum kommen.

00. Minute - Begrüßung und Einführung.

Zu Beginn des Bausteins erhalten alle Teilnehmenden am Eingang einen Zettel auf welchem entweder ein T (Technik), I (Individuum), N (Natur) oder G (Gesellschaft) steht. Diese möglichst vorher austeilen, sodass jede/r Teilnehmer bereits einen Zettel hat, wenn der Baustein beginnt. Nachdem die Teilnehmenden in einem Halbkreis Platz genommen haben, werden sie von der Moderation begrüßt. Im Anschluss erfolgt eine Präsentation, in der ein kurzes Video integriert ist, die den Teilnehmenden die grundlegenden Sachverhalte näher bringt, welche für die Stationsarbeit benötigt werden. Die Moderation weist nach der Präsentation auf die Broschüre hin, die während der Stationen bearbeitet werden soll. Zusätzlich verweist sie auf die zu Beginn ausgeteilten Zettel. Diese zeigen den Teilnehmenden bei welcher Station sie anfangen.

09. Minute - Übergang zum Stationenlernen.

Die Teilnehmenden werden nun gebeten, sich zu der Station zu begeben, für die sie eingeteilt wurden. D.h. es sollten sich 4 Gruppen mit jeweils 3-5 Teilnehmenden aufteilen.

10. Minute: Stationenarbeit.

Die Teilnehmenden nehmen nun an der ihnen zugewiesenen ersten Station Platz. Jeweils ein/e Durchführende/r leitet eine Station an und steht für Fragen und bei Problemen zur Verfügung. Für die Durchführung einer Station inklusive ausfüllen der Broschüre sind neun Minuten vorgesehen (An jeder Station wird diese Zeit individuell eingeteilt, als Richtwert sollte man ungefähr ab der 7. Minute mit dem Ausfüllen der Broschüre beginnen). Das Ausfüllen der Broschüre ist jedoch keine Pflicht, sondern soll den Teilnehmenden die Gelegenheit bieten, die für sie wichtigsten Fakten und Gedankengänge festzuhalten. Nach der Durchführung der, für die Gruppe, ersten Station steht eine Minute für das Wechseln zur nächsten Station zur Verfügung. Dieses Prinzip erfolgt im Uhrzeigersinn, bis jede Gruppe alle vier Stationen durchgeführt hat.

Station Technik:

Anhand eines Zeitstrahls sollen die Teilnehmenden die Geschichte von Plastik bzw. Mikroplastik und dessen Alternativen nachvollziehen. Dabei soll ein Verständnis dafür geschaffen werden, warum Mikroplastik nützlich ist und verwendet wird, aber auch, was für eventuelle Vor- und Nachteile die alternativen Stoffe haben. Dazu werden die einzelnen Karten besprochen und am Zeitstrahl angeordnet.

00. Minute: Einleitung der Station. Eine Einleitung könnte in etwa so aussehen: „Wir widmen uns der Historie von Plastik bzw. Mikroplastik und den Alternativen zu Mikroplastik. Hierbei geht es darum zu verstehen, warum Plastik bzw. Mikroplastik so viel genutzt wird und welche Vor- und Nachteile die Alternativen bilden. Dazu werden wir die Karten entlang des Zeitstrahls anordnen. Achtung, auf der Rückseite der Karte steht die Lösung (Jahreszahl). Also nicht vorher umddrehen! Die Karten beschreiben ein Ereignis oder den Beginn eines Trends bzw. einer Entwicklung. Denkt über das Beschriebene nach und tauscht euch kurz über die zeitliche Einordnung aus. Dann könnt ihr die Karte umdrehen, hinlegen und nach Bedarf noch einmal kurz diskutieren. Denkt daran, dass es nicht darum geht, die exakt richtige Jahreszahl zu finden oder sich diese zu merken, sondern vielmehr zu erfahren, wieso wir heute von so viel Mikroplastik umgeben sind.“

01. Minute: Durchführung des Spiels. Die erste Karte (hierfür wird die Karte „Entdeckung“ empfohlen) wird vom Moderierenden vorgelesen. Alle weiteren Karten werden reihum von den Teilnehmenden vorgelesen. Empfohlen wird dabei die folgende Reihenfolge der Karten: Entdeckung, Kosmetik, Biowachspartikel, Modeindustrie, Autoreifen, Verzicht oder Verbot, Alternativen. Diese Anzahl an Karten sollte in 6 Minuten zu schaffen sein. Natürlich kann die Reihenfolge und die Auswahl der Karten verändert werden. Jede Karte soll kurz diskutiert, dann umgedreht d.h. aufgelöst und entlang des Zeitstrahls eingeordnet werden. Nach Bedarf kann nach dem Ablegen der Karte nocheinmal kurz diskutiert werden. Wünschenswert ist es, wenn die Karten kurz diskutiert werden können. Dabei ist es nicht schlimm, wenn aus Zeitgründen Karten ausgelassen werden. Mit Hinblick auf die Zeit kann der/die Moderierende die Teilnehmenden leiten und Hinweise auf die Lösung geben.

07. Minute: Ausfüllen der Broschüre. Die letzten 2 Minuten sollen die Teilnehmenden nutzen, um ihre Broschüre auszufüllen.

08. Minute: Karten zusammenräuem. Die Moderation sollte kurz vorm Ende der Runde damit beginnen, die Karten einzusammeln und wieder in die entsprechende Reihenfolge zu bringen, damit die nächste Gruppe direkt starten kann.

Station Individuum:

An dieser Station spielen die Teilnehmenden Memory. Die Pärchen bestehen aus einem Produkt, welches Mikroplastik enthält und einer plastikfreie Alternative. Zu jedem gefundenen Pärchen gibt es eine Infokarte, welche von dem/der “Finder/in” vorgelesen wird. Ziel ist es, die Teilnehmenden anzuregen, ein oder mehrere mikroplastikfreie Produkte in seinem/ihrem Haushalt zu integrieren und ein Bewusstsein zu schaffen, wie oft man mit Mikroplastik im Alltag in Berührung kommt.

00. Minute: Einleitung der Station. Die Teilnehmenden werden begrüßt und das Spiel Memory wird kurz erklärt: Reihum werden zwei Karten aufgedeckt. Ein Pärchen bilden eine Karte, welche ein mikroplastikenthaltendes Produkt abbildet und eine Karte mit einer plastikfreien Alternative. Es wird darauf hingewiesen, dass zusammengehörende Karten dieselbe farbliche Umrandung aufweisen. Weiterhin ist zu betonen, dass nicht gegeneinander gespielt wird, sondern gemeinsam diskutiert wird, welche Karten zusammengehören.

01. Minute: Durchführung des Spiels. Die erste teilnehmende Person deckt zwei Karten auf und in der Gruppe wird überlegt, ob diese Karten ein Pärchen bilden. Als Hilfestellung dient die gleichfarbige Umrandung von zusammengehörenden Memorykarten. Der/Die Experte/Expertin leistet bei Bedarf Hilfestellung. Daher ist es wichtig, sich im Vorfeld mit den im Memory dargestellten Pärchen auseinandergesetzt zu haben.
a) Wenn die aufgedeckten Karten ein Pärchen bilden, wird die passende Infokarte von dem/der Moderator/in an den/die Finder/in gegeben und von ihm/ihr vorgelesen. Der/Die Teilnehmende ist ein zweites Mal dran.
b) Wenn die aufgedeckten Karten kein Pärchen bilden, werden die Karten wieder umgedreht. Danach ist die nächste Person im Uhrzeigersinn dran. Das Spiel endet, wenn alle Pärchen gefunden wurden.
Hinweis: Damit es zeitlich möglich ist, das Memory zu Ende zu spielen, bietet es sich an mit sechs Pärchen zu spielen. Empfohlen werden hierbei die Paare: Zahnpasta/Zahntabletten, Seife, Gesichtspeeling, Kleidung/Baumwolle, Weichspüler/Zitronensäure bzw. Essig, Lebensmittel (hier auf das Herkunftsland bei Bedarf hinweisen). Natürlich kann die Auswahl nach Belieben verändert (oder auch ergänzt) werden. Die übrigen (drei) Memorytriple können als Veranschaulichung auf dem Tisch aufgedeckt liegen bleiben. So gehen die Informationen nicht verloren.

07. Minuten: Ausfüllen der Bröschüre. Nun haben die Teilnehmenden zwei Minuten Zeit sich Notizen in der Broschüre zu machen, welche Produkte sie in ihrem Haushalt auf Mikroplastik überprüfen, austauschen oder ausprobieren wollen. Es können noch weitere Anreize gegeben werden, wie beispielsweise als Shampooalternative Haarseife oder der Hinweis, dass es noch viele weitere Berührungspunkte mit (Mikro)Plastik im Alltag gibt, wie unter anderem Kaugummi.
Zudem ist es Aufgabe der Stationsleitung auf die Rückseite der Broschüre hinzuweisen, welche als Einkaufsratgeber für den nächsten Drogerieeinkauf gedacht ist, denn unter all diesen Begriffen "versteckt" sich Mikroplastik.

09. Minute: Memory neu aufbauen. Während die Teilnehmenden die Station wechseln, ist es Aufgabe der Moderation die Memorykarten für die nächste Kleingruppe neu zu mischen und verdeckt hinzulegen.

Station Natur:

Hier steht der jeweiligen Gruppe ein Wissenspeicher zur Verfügung. Die Teilnehmenden sollen in Eigenarbeit die zur Verfügung stehenden Plakate lesen. Diese sollen informieren über die weitreichenden Folgen von achtlosem Umgang mit Plastikprodukten bis hin zu teils unbewusster Nutzung winziger Plastikpartikel. Er soll vor allem auf die drastischen Auswirkungen von Mikroplastik auf die Umwelt, aber auch auf Mensch und Tier hinweisen, die bis dato bekannt sind und ein besseres Bewusstsein dafür schaffen, was unser Konsum in der Natur, aber auch ins uns, auslösen kann. Ziel dieser Station ist es außerdem aufzuzeigen, dass die Folgen unseres Konsums noch weitgehendst unerforscht sind und niemand die Gesamtheit der Konsequenzen wirklich abschätzen kann.

00. Minute: Einleitung der Station. Die Teilnehmenden sollen kurz begrüßt werden, danach wird erläutert, dass hier in Stillarbeit die Plakate gelesen werden sollen. In der zur Verfügung stehenden Zeit können (je nach Lesetempo) etwa 3-4 Plakate gelesen werden, darum sollte darauf hingewiesen werden, dass sich jede/r zuerst das aussuchen sollte, was sie/ihn am meisten interessiert. Außerdem bitte kurz anmerken, dass die Plakate in der Pause hängen bleiben, sodass jede/r darüber hinaus die Möglichkeit hat, sich bei Interesse die übrig gebliebenen Plakate durchzulesen.

01. Minute: Beginn der Stillarbeit. In dieser Zeit sollte der/die Experte/Expertin bei der ersten Gruppe die Zeit nutzen, den Stuhlkreis umzustellen.

07. Minute: Ausfüllen der Broschüre. Die Teilnehmenden können sich zum Ausfüllen der Broschüre an den für die Station vorbereiteten Tisch setzen und die Informationen aufschreiben, die sie für sich selbst als besonders interessant, schockierend oder unerwartet waren.

Hinweis für die Durchführenden: Es gibt 6 Plakate insgesamt an dieser Station. Das Plakat mit Informationen zu primärem und sekundärem Mikroplastik wird in der Präsentation bereits abgehandelt und muss nicht noch einmal zusätzlich aufgehängt werden. Es dient lediglich der Information der Durchführenden und kann zusätzlich beim "Markt der Möglichkeiten" ausgelegt werden.

Station Gesellschaft:

Ziel dieser Station ist es, zu reflektieren wie viel Aufmerksamkeit das Thema Mikroplastik in der heutigen Gesellschaft bekommt und wie viel Aufmerksamkeit es eigentlich verdient hätte. Hierzu gibt es einen kleinen Input zur Rolle des Mikroplastiks in der Gesellschaft, sowie das Werkzeug “Ökonomie der Aufmerksamkeit”.

00. Minute: Einleitung der Station. Nach einer kuzen Begrüßung werden die Teilnehmenden gebeten, die erste Frage zur Station Gesellschaft auf ihrem Broschüre in Einzelarbeit zu beantworten. Wichtig ist auch hier nochmal zu betonen, dass die Broschüre nur zur eigenen Reflektion dient und keineswegs ausgefüllt werden muss.

03. Minute: Stationsblätter. Die Stationsblätter werden ausgeteilt und die Teilnehmenden erhalten ausreichend Zeit sich diese anzuschauen.

05. Minute: Diskussion. Zur Einleitung in die Diskussion sollen sich die Teilnehmenden darüber austauschen ob die zweite Graphik auf dem Stationsblatt auch ihre eigene Aufmerksamkeit für die Themen wiederspiegelt. Als nächstes soll die Frage "Erhält das Thema Mikroplastik genug Aufmerksamkeit in die Gesellschaft?" diskutiert werden. Besonders bei den Gruppen, welche diese Station zu Beginn des Bausteins durchlaufen, kann es sinnvoll sein weiteren Input in die Diskussion zu bringen (z.B. Es ist nicht bewiesen, dass Mikroplastik dem Menschen schadet. Es ist jedoch bewiesen, dass Mikroplastik anderen Lebewesen schadet. Gibt es nicht "schlimmere" Themen, welche die Aufmerksamkeit mehr verdient hätten? usw.). Deswegen sollte sich der/die Experte/Expertin dieser Station auf jeden Fall tiefer mit dem Thema "Mikroplastik" auseinandergesetzt haben.

08. Minute: Ausfüllen der Broschüre. Zum Schluss erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die zweite Frage auf der Broschüre für sich zu beantworten, und so nochmal kurz über die vorangegangene Diskussion zu reflektieren.


Anmerkung Falls der Baustein mit relativ wenigen Teilnehmenden durchgeführt wird, und die Gruppen dementsprechend klein sind, kann es sinnvoll sein das "alternative Stationsblatt" zu verwenden. Dieses enthält etwas mehr Informationen als das Original. Da die Diskussion mit sehr wenigen Teilnehmenden erfahrungsgemäß etwas kurz ausfallen kann, werden auf diese Weise die 9 Minuten an der Station trotzdem sinvoll genutzt. Die Teilnehmenden erhalten in diesem Fall eine Minute länger zum Lesen des Stationsblatt und beginnen dann erst in Minute 6 mit der Diskussion.

ab 10. Minute: Stuhlkreis aufbauen.

Eine/r der Durchführenden sollte während der Stationendurchführung den Stuhlhalbkreis vom Anfang zu einem ganzen Stuhlkreis zusammenschieben für die Abschlussdiskussion. Es bietet sich an, dass die Person, die für die Station Natur verantwortlich ist, diese Aufgabe übernimmt.

50. Minute: Abschlussdiskussion.

Nachdem alle Teilnehmenden die vier Stationen durchlaufen haben, kommen alle in den Stuhlkreis zurück, damit die Abschlussdiskussion beginnen kann.

Hier soll zuerst die Broschüre besprochen werden:

  • Was fandet ihr besonders interessant? / Was hat euch am meisten schockiert?


  • Haltet ihr ein Verbot von Mikroplastik im Hinblick auf TING / die durchlaufenen Stationen für möglich / sinnvoll?
  • Inwiefern könnte eine einheitliche Definition von Mikroplastik und Pflichtkennzeichnung auf Produkten die Situation verbessern?
  • Hat das Thema eurer Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient? Woran könnte es liegen, dass diese doch sehr große Problematik in der breiten Gesellschaft immer noch weitreichend unbekannt ist?
  • Was haltet ihr von den aufgezeigten Alternativen? Auf welche Produkte könntet ihr euch vorstellen, in Zukunft zu verzichten?
  • Ist es eurer Meinung nach realistisch, in Zukunft die Nutzung von (primärem) Mikroplastik komplett zu vermeiden?


Alternative Fragen:

  • Findet ihr, dass sich TING-D im Baustein widerspiegelt?
  • Ist Kleidung aus Recycling-Plastik eine gute Idee?
  • Welche Problematiken deckt der Baustein nicht ab? (Plastik als ganzes Problem; Life Cycle Assessment (LCA); Sind Alternativen wie Baumwolle wirklich nachhaltiger?)

60. Minute - Feedback.

Zum Schluss werden Zettel ausgeteilt, auf denen die Teilnehmenden ihr Feedback auf einer Seite bezüglich des Bausteins und auf der anderen Seite bezüglich der Durchführung notieren können.

Hinweise und Anmerkungen.

Von den Verfasser_innen.

Dieser Baustein kam durch den Pflichtbaustein "Plastikzeitalter" zustande, der die Ideengeberin dazu inspiriert hat, weitere Nachforschungen zum Thema Plastik anzustellen und die Möglichkeiten dieses Seminars zu nutzen, tiefer in die Materie einzudringen und mehr Leute darüber zu informieren.

Gekürzte Variante.

Der Baustein ist bedingt zeitlich flexibel gestaltbar. Weniger als 60 Minuten Durchführungszeit sollten für diesen Baustein nicht eingeplant werden. Er kann bei Bedarf aber ohne Probleme auf 90 - 100 Minuten ausgeweitet werden. Hierbei kann die Zeit, die pro Station zur Verfügung steht auf insgesamt 15 Minuten Durchführungszeit hochgesetzt werden, ausreichend Materialien sind vorhanden (=90 Minuten). Des Weiteren kann die Abschlussdiskussion ebenfalls um 10 Minuten ausgedehnt werden (=100 Minuten), hierfür müssen allerdings genügend Fragen und Hintergrundinformationen vorbereitet werden.

Materialien zur Durchführung.

Station Technik

  • Zeitstrahl
  • Karten zu den Ereignissen

Station Individuum

  • Memory-Karten (6 (9) Sets à 3 Karten)

Station Gesellschaft

  • Werkzeugkarten "Ökonomie der Aufmerksamkeit"
  • Stationsblätter

Station Natur

  • Plakate (6 Stück)

Literaturhinweise und Quellen.

Präsentation


Bildquellen:

Station Technik

Station Individuum


Bildquellen:

Letzter Zugriff aller Quellen: 9. Januar 2018

Station Natur

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Station Gesellschaft