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Baukasten:Mobilitätskonzepte der Zukunft

Mobilitätskonzepte der Zukunft - Wie sieht Mobilität in Zukunft aus?

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Wie wird wohl unser zukünftiger Verkehr aussehen? Nach einer Kennenlernrunde und einem kleinen Mobilitätsspiel lernen die Teilnehmer_innen in diesem Baustein verschiedene Mobilitätskonzepte kennen und müssen sich anschließend darüber Gedanken machen, welches Konzept sie aus der Sicht eines bestimmten kozipierten Charakters wählen würden. Kann der Handwerker sein Werkzeug auch mit dem Fahrrad transportieren? Würde der CEO mit der U-Bahn fahren? Durch die veränderte Perspektive mit speziellen Anforderungen soll gezeigt werden, dass das Thema Mobilität nicht so einfach zu lösen ist, wie es vielleicht als Studierender manchmal erscheint. In einer Abschlussdiskussion wird dann der Blick voraus gerichtet. Wie sieht der verkehr in 30 Jahren in Berlin aus? Hat vielleicht jemand eigene Ideen zu einem zukunftstächtigen Mobilitätskonzept? Wir werden es erörtern.

Titel
Mobilitätskonzepte der Zukunft
Thema
Mobilitätskonzepte der Zukunft - Wie sieht Mobilität in Zukunft aus?
Typ
Baustein
Schlagwörter
Mobilität, Stadt, Wechsel der Perspektive
Lernziele
Bewusstsein schaffen dafür, welche verschiedenen Anforderung bei der Gestaltung der Zukunftsmobilität existieren.
Kompetenzen
Persepektivübernahme; Umgang mit unvollständigen und komplexen Informationen; Kooperation
Lernformen
kooperativ, faktenorientiert, kreativ
Methoden
Bewegungsspiel, Wissensspeicher, Perspektivwechsel, Diskussion in Kleingruppen und in großer Runde
Gruppengröße
12-20 Teilnehmer_innen
Dauer
60 min
Material und Räume
Platz für großen Stuhlkreis + 4 Tische zur Gruppenarbeit; Informationsmaterialien + Charakterkarten + Aufgabenstellungen + Lenkräder für die Kleingruppen
Qualität
Welche Qualität hat der Baustein? Bedarf es einer Überarbeitung?
Semester
WS 18/19


Vorbereitung

Vorbereitung für die Moderation

Für jedes Mobilitätskonzept sollte sich je eine Person besonders vorbereiten, um die jeweilige Gruppe zu moderieren und für aufkommende Fragen zur Seite stehen zu können, die anderen sollten sich grob darüber informieren. Für die Abschlussdiskussion ist es wichtig, dass sich die gesamte Moderation mit dem TING-D Konzept vertraut macht.

Vorbereitung für die Teilnehmenden

Seitens der Teilnehmenden ist keine Vorbereitung erforderlich.

Materialien und Räume

Platz für großen Stuhlkreis und 4 Tische zur Gruppenarbeit, Informationsmaterialien + Charakterkarten + Aufgabenstellungen + Lenkräder für die Kleingruppen

Ablaufplan für "Mobilität der Zukunft".

Vorbereitung im Raum

Wissensspeicher aufbauen (4 kleinere Tische mit jeweils 3-5 Stühlen; Stuhlkreis)

00. Minute - Begrüßung, Namensrunde und Aufstellungsspiel.

Die Moderation begrüßt die Teilnehmenden und startet eine kleine Namensrunde. Zusätzlich sagt jeder wie er/sie an diesem Tag zur Uni gekommen ist. Anschließend erfolgt ein "Aufstellungsspiel der Fortbewegunsmittel".


"Aufstellungsspiel der Fortbewegunsmittel": Die Teilnehmenden verteilen sich so im Raum, als ob sie mit einer U-Bahn fahren (dicht zusammenstehend). Anschließend positionieren sie sich so, als ob zuerst jeder mit dem Fahrrad und danach mit dem eigenen Auto unterwegs währe (dabei wird gegebenenfalls deutlich, dass der Raum dazu zu klein ist). Es werden die 4 Lenkräder an willkürlich ausgewählte "Fahrer_innen" verteilt, davon ausgehend werden vier Fahrgemeinschaften gebildet.

05. Minute - Gruppen der Mobilitätskonzepte.

Durch das Aufstellungsspiel werden Gruppen gebildet. Die Fahrer_innen und jeweiligen Mitfahrer_innen bilden dabei eine Gruppe. Diese Gruppen finden sich je an einem Tisch zusammen, an dem Infomaterialien zu jeweils ein bis zwei Mobilitätskonzepten bereit liegen. Die Gruppe liest die Texte durch und beantwortet anschließend die ebenfalls ausliegenden Fragen.

20. Minute - Gruppenneumischung + Charakterzuteilung

Nun werden komplett neue Gruppen zugeteilt (über Fortsetzung des Aufstellungsspiels). Die ausgeteilten Lenkräder werden mit der farbigen Seite nach oben gedreht. Die rote Ecke des Lenkrads zeigt Richtung Fahrer_in, die restlichen Gruppenmitglieder werden den anderen drei Farben zugewiesen. Die vier verschiedenen Farben stellen nun die neuen Gruppen dar. Die bunten Charakterkarten werden auf die Tische ausgeteilt und die Teilnehmenden ordnen sich ihren neuen Gruppen zu. Im besten Fall ist in jeder neuen Gruppe je ein Mitglied aus den alten Gruppen. Zunächst tauschen sich die neu gemischten Teilnehmer_innen über die zuvor gelesenen Informationen aus, dann lesen sich alle die ihnen nun zugeteilten Charakter durch und beantworten im Gespräch anschließend die gestellten, wiederrum ausliegenden Fragen.

35. Minute - Ergebnisvorstellung und große Diskussion im Stuhlkreis

Anschließend finden sich alle in einem Stuhlkreis ein. Nun werden die erarbeiteten Ergebnisse aus den Charaktergruppen kurz vorgestellt (je ca. 2min) und darauf aufbauend wird eine Diskussion gestartet die durch die Moderatoren mit gezielten Fragen gelenkt wird. Nun wird das Thema mithilfe der TING-D Konstallation analysiert, auch dies wird durch die Moderation gesteuert. Als weitere Fragestellungen für die Abschlussdiskussion können zusätzlich noch die weiter unten aufgeführten herangezogen werden.

== 60. Minute - kurzes Feedback/Verabschiedung


Fragen der Mobilitätskonzeptgruppen

  1. Überlegt euch nach dem Durchlesen der Texte welche Vor- und Nachteile die Mobilitätskonzepte bzw. Mobilitätsformen haben.
  2. Diskutiert, ob eine flächendeckende Umsetzung in Berlin denkbar ist und welche Maßnahmen dafür getroffen werden müssten.

Fragen der Charaktergruppen

  1. Tauscht euch kurz über eure kennengelernten Mobilitätskonzepte aus.
  2. Versetzt euch in euren Charakter und diskutiert welche Mobilitätsform(en) sich am besten für euren Charakter eignet und warum.
  3. Welche Anforderungen des Charakters können vielleicht nicht erfüllt werden?
  4. Habt ihr eigene Ideen, wie der städtische Verkehr (Berlin) in Zukunft aussehen könnte? Lasst eure Ideen in ein eigenes möglichst nachhaltiges Konzept einfließen und diskutiert anschließend kurz dessen Umsetzbarkeit (bzgl. Finanzierung, räumlichen Gegebenheiten, Natur).

Fragen der Abschlussdiskussion

  1. Ist Mobilität am ehesten eine Frage des Individuums, der Gesellschaft, der Technik oder der Natur?
  2. Wie wichtig ist euch Individualverkehr?
  3. Was denkt ihr, wie der Verkehr in Berlin in 25/50 Jahren aussehen wird?

Charaktere

  1. Hildegard, 71, Rentnerin, geht jeden Sonntag zur Kirche, muss ab und zu zum Arzt,hat eine Rollator, kann nicht mehr gut sehen, ist alleinstehend, bekommt nur eine kleine Rente, hat einen Yorkshire-Terrier, Zitat: „Früher war die Straßenbahn billiger!“
  2. Simone, 45, CEO eines mittelständischen Unternehmens, hat viele Kundentermine außerhalb, arbeitet auch unterwegs, keine Kinder, hat einen Lebenspartner, Zitat: „Zeit ist Geld!“
  3. Heiko, 53, selbstständiger Klempner, hat viel Werkzeug zu transportieren, muss mobil in der Stadt und den Vororten sein, Baustellen sind z.T. schlecht zugänglich, hat eine Familie, Zitat: „Diese bekloppten Fahrradfahrer!!!“
  4. Carlos, 32, alleinerziehend, 3 Kinder: Susi (4 Jahre), Tim (7 Jahre) und Emma (9 Jahre), Teilzeitjob im Einzelhandel, Zitat: „Meine Kinder allein mit der U-Bahn durch Berlin fahren zu lassen empfinde ich als zu gefährlich.“

Hinweise und Anmerkungen.

Änderungsvorschläge von den Verfasser_innen.

Moderation kann den Baustein mit neuen Charakteren ergänzen.

Moderation kann den Baustein mit neuen Mobilitätskonzepten/-formen ergänzen bzw. die Konzepte in den Gruppen anders verteilen/kombinieren.

Die 4. Frage für die Charaktergruppen (eigene Ideen für Mobilitätskonzepte) kann weggelassen werden (Die Zeit ist zu knapp bzw. sprengt den Rahmen des Bausteins).

Ratschläge für die Durchführung

Die Namensrund erfolgt am besten im stehen (in einem Halbkreis aufstellen), dann kann der Stulkreis vom Moderationsteam während der Gruppenarbeisphasen aufgebaut werden um am Anfang mehr Platz für das Aufstellungsspiel zu haben.

Bei der Diskussion entsteht eine bessere Atmosphähre bzw. ein besserer Diskussionsfluss, wenn sich die Teilnehmenden gegenseitig das Wort geben. Dabei muss jedoch verstärkt von den Moderator_innen auf die Zeit und darauf geachtet werden, dass nicht zu weit vom Thema bzw. der jeweiligen Fragestellung abgewichen wird.

Materialien zur Durchführung.

Während der "Aufstellungsspiels" werden die 4 Lenkräder zufällig verteilt. Anschließend werden in den Kleingruppen zuerst die Informationsmaterialien und anschließend die Charakterkarten verteilt.

Alle Materialien sind in der Cloud zu finden.

Literaturhinweise und Quellen.