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Baukasten:Weihnachten - ökologischer Fußabdruck

Weihnachten - ökologischer Fußabdruck

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Im Rahmen dieses Bausteins soll das System des ökologischen Fußabdrucks vermittelt werden. Nach einer kurzen Erläuterung werden die einzelnen Bereiche, welche den ökologischen Fußabdruck beeinflussen, spielerisch über ein Soziogramm mit Faktencheck bekannt gemacht. Anschließend werden Expertengruppen gebildet, die sich mit einem Themenbereich mit Bezug auf das Weihnachtsfest auseinandersetzen. Die Expertengruppen werden anschließend ihren Themenbereich kurz vorstellen und über die aktuelle Situation aufklären oder Tipps für einen kleineren Fußabdruck erläutern. In der Abschlussdiskussion werden die Themenbereiche noch einmal aufgegriffen und Lösungsansätze besprochen. Auch die Ergebnisse der selbstausgefüllten Fußabdruck-Kurztests können mit in die Diskussion einfließen.

Titel
Weihnachten - ökologischer Fußabdruck
Thema
Dieser Baustein beschäftigt sich mit dem ökologischen Fußabdruck, bezogen auf das Thema Weihnachten.
Typ
Baustein
Schlagwörter
Ökologischer Fußabdruck, Weihnachten, Nachhaltigkeit
Lernziele
Lernziel der Teilnehmenden ist es, sich dem Ausmaß des eigenen Handelns bewusst zu werden.
Kompetenzen
Disziplinübergreifende Erkenntnisgewinnung, Umgang mit unvollständigen und überkomplexen Informationen, Bewältigung individueller Entscheidungsdilemmata, moralisches Handeln, nachhaltiges Handeln
Lernformen
kooperativ , faktenorientiert
Methoden
Willkommensrunde, Soziogramm mit Faktencheck, Expertenrunde, Fragebogen, Abschlussdiskurssion, Feedback
Gruppengröße
8-20 Teilnehmende
Dauer
60 Minuten
Material und Räume
Beamer, Laptop, Informationen (Artikel), ÖF-Fragebögen, Themenfotos, Schere, Werkzeugkarten, Dekoration
Qualität
Welche Qualität hat der Baustein? Bedarf es einer Überarbeitung?
Semester
WiSe2017/2018


Vorbereitung

Vorbereitung für die Moderation

  • Lesen der Informationsbögen der Expertengruppen und eventuelle Erweiterung
  • Präsentation durchgehen und die Faktenerklärungen nachvollziehen
  • Konzept des ökologischen Fußabdruckes verstehen und erklären können
  • Eigenes Ausfüllen des ÖF-Fragebogens/Tests im Internet.

Vorbereitung für die Teilnehmenden

Es ist keine Vorbereitung aus Sicht der Teilnehmenden notwendig.

Materialien und Räume

Der Baustein soll in zwei Arbeitsbereichen durchgeführt werden. Zum einen gibt es einen Halbkreis aus Stühlen, der in Richtung des Beamers geöffnet ist, zum anderen Gruppenarbeitstische, auf denen die Materialien für die Expertenrunde bereit liegen.

Für diesen Baustein wird ein Beamer und ein Laptop benötigt. Es sollten ausreichend Tische und Stühle für alle Teilnehmenden zur Verfügung stehen. Für die Expertenrunde müssen die Durchführenden die bereitgestellten Informationen (Artikel) aus der Tub-Cloud ausdrucken und ggf. durch selbst recherchierte Artikel ergänzen. Es sollten ausreichend ÖF-Fragebögen ausgedruckt werden. Für die Gruppenbildung können die Themenfotos je einmal ausgedruckt werden. Eine Schere zum Anpassen der Foto-Puzzle-Teile an die aktuelle Teilnehmerzahl ist notwendig. Die Werkzeugkarten sollten ausgedruckt und zugeschnitten werden. Für eine weihnachtliche Stimmung können Kekse und weihnachtliche Dekoration mitgebracht werden.

Ablaufplan.

-15. Vorbereitung im Raum

Der Baustein soll in zwei Arbeitsbereichen durchgeführt werden. Diese müssen vor Beginn des Bausteins aufgebaut werden. Zum einen gibt es einen Halbkreis (später Kreis, siehe „Gruppenmethodik”) aus Stühlen, der in Richtung des Beamers geöffnet ist, zum anderen Gruppenarbeitstische, auf denen die Materialien für die Expertenrunde bereit gelegt werden.

00. Minute - Willkommensrunde

In der Willkommensrunde sollen sich die Studierenden im Stuhlkreis einfinden, sich gegenseitig kennenlernen und kurz erzählen, was ihnen am Weihnachtsfest oder einem ähnlich religiösen Fest wichtig ist.
Hier bietet sich etwa eine Vorstellungsrunde an, in der jede/r den eigenen Namen nennt und erzählt, was für ihn/sie das schönste an den Weihnachtsfeiertagen ist.
Durch die emotionale Verbindung mit Weihnachten wird so eine starke persönliche Verbindung mit dem Thema erzeugt; die persönlichen Einblicke stärken zudem die Vertrautheit innerhalb der Gruppe.

08. Minute - Erklärung des ökologischen Fußabdruckes

Hier soll im Stuhlkreis in einer kurzen Präsentation das Berechnungssystem für den ökologischen Fußabdruck erklärt werden. Mit Unterstützung der Präsentation soll erklärt werden, wie die Idee des ökologischen Fußabdruckes entstanden ist und Begriffe wie „globale Hektar“, „Biokapazität“, sowie die Einflussbereiche erläutert werden.

13. Minute - Soziogramme mit Fakten-Check

Um mit den Studierenden herauszufinden, inwiefern ihre Wahrnehmung von den Auswirkungen Weihnachtens von der Wirklichkeit abweicht, werden sie gebeten, aufzustehen und an einer Art Soziogramm teilzunehmen. Der Unterschied zum Soziogramm besteht jedoch darin, dass es auf die gestellten Fragen eine richtige Antwort gibt. Ein Quizmaster stellt die Fragen und gibt die Antwort-Skala, kann hierbei jedoch durch den Beamer unterstützt werden. Die Fragen stammen aus den Themengebieten für die Expertenrunde. Nach dieser spielerischen Heranführung, werden die Studierenden in gleichgroße Gruppen geteilt, die sich an den Tischen einfinden sollen, wo sie ihr Wissen vertiefen werden.
Zur Gruppenbildung kann die Puzzle-Methode angewendet werden. Dazu werden die Themenfotos (finden sich auch auf den Themenumschlägen) in je nach Teilnehmerzahl angepasste Anzahl an Puzzleteilen geschnitten. Die Studierenden werden gebeten ihre Gruppenpartner zu finden und sich an den entsprechenden Gruppentisch zu setzen.
Da die Zahl der Teilnehmenden im Vorhinein nicht genau feststeht, zählt idealerweise einer der Durchführenden gegen Ende der Willkommensrunde die Anwesenden und schneidet die Puzzleteile während der Erklärung des ökoligischen Fußabdruckes entsprechend zu.

23. Minute - Gruppenrunde

Die Teilnehmenden ordnen sich nun ihren Gruppentischen zu. Im ersten Schritt der Expertenrunde geht es darum sich mit dem jeweiligen Thema auseinanderzusetzen. Als Grundlage hierfür können die bereitgestellten Materialen (Artikel, Grafiken, etc.) verwendet werden. Möglich ist es aber auch das Internet zur eigenen Recherche zu nutzen oder bestehende Kenntnisse und Ideen einfließen zu lassen. Je nach Anzahl der Durchführenden sollte ein/e Durchführende/r eine oder mehrere Gruppen betreuen und bei eventuellen Fragen zur Verfügung stehen. Ziel der Runde ist es einen 90-Sekunden-Pitch vorzubereiten. Die Gruppen können eigenständig entscheiden, ob sie lieber über Fakten und Umstände berichten wollen und/oder Tipps zur Verringerung des Fußabdrucks im Alltag und zu Festen geben möchten. Nachdem die jeweiligen Expertenrunden die Vorträge erarbeitet haben, werden diese der gesamten Gruppe präsentiert. Hierbei ist darauf zu achten, dass jede Gruppe sich an die vorgegebene Länge des Vortrags hält.

48. Minute - Ökologischen Fußabdruck - Fragebogen

Während die Studierenden noch an den Gruppentischen sitzen, werden die ÖF-Fragebögen verteilt. Die Studierenden werden gebeten, die Bögen auszufüllen und sich, sobald sie fertig sind, wieder im Stuhlkreis einzufinden. Für eventuelle Fragen bleibt eine/r der Durchführenden bei den Teilnehmenden, die anderen Durchführenden gehen mit gutem Beispiel voran und setzen sich in den Stuhlkreis, den sie vorher schließen.

50. Minute - Abschlussdiskussion

Wenn sich alle Teilnehmenden im Stuhlkreis eingefunden haben, beginnt die Abschlussdiskussion. In der Abschlussdiskussion werden die Ergebnisse der ausgefüllten ÖF-Fragenbögen und Lösungsvorschläge (sowohl auf Weihnachten speziell als auch in Hinblick auf das Handeln im Alltag und als Gesellschaft) diskutiert.

Mögliche Fragen:

  • Was haltet ihr von der Berechnung des ökologischen Fußabdrucks?
  • Was nehmt ihr von heute mit?
  • Würdet ihr auf das Verpacken von Geschenken verzichten?
  • Würdet ihr eure Tradition ändern? Falls ja, worauf könntet ihr verzichten/was wollt ihr ändern?


Abschließend wird eine Werkzeugkarte verteilt. Hiermit soll erneut darauf aufmerksam gemacht werden, dass jedes Handeln seine Spuren hinterlässt. Die Einflussbereiche des ökologischen Fußabdrucks werden benannt und es wird darauf hingewiesen, sich seines Umgangs mit der Erde bewusst zu sein.

Hinweise und Anmerkungen.

Gruppenmethodik

Gesamte Gruppe → Expertengruppe → Individuum → Gesamte Gruppe

Zu Beginn sitzen die Teilnehmenden alle zusammen in einem Halbkreis, sind aber weder einander noch mit dem Thema vertraut. Im ersten Teil lernt die große Gruppe etwas über sich als Teil der Gesellschaft und erhält auf das Wesentliche reduzierte Fakten von der Moderation.
Von der Gesamtheit der Gruppe teilen wir uns anschließend in kleinere Teams auf, sodass die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, noch mehr zu Wort zu kommen und sich noch besser miteinander austauschen und kennen lernen können. Gleichzeitig gehen sie thematisch weiter in die Tiefe und finden zusammen Lösungen für Probleme, die sie sich selbst erschlossen haben.
Nachdem das selbst erlernte Wissen mit den anderen Expertengruppe geteilt und so vermehrt wurde, gehen wir noch einen Schritt weiter und betrachten die individuelle Perspektive, indem jeder seinen eigenen Fußabdruck berechnet und sich so - mit dem kollektiv erworbenen Wissen im Hinterkopf - damit auseinandersetzt, welche Auswirkungen sein Handeln tatsächlich hat und was das für die Gesellschaft bedeutet.
Die einzelnen Teilnehmenden, die jeder für sich mit Ihrem Handeln Spuren hinterlassen, treffen sich abschließend thematisch und örtlich im Stuhlkreis, wo sie gemeinsam Veränderungen besprechen und sich dabei als eine Gruppe verstehen.
Hierbei schließt sich wortwörtlich der Kreis: Die Teilnehmenden bilden nun mit den Moderierenden eine Gruppe, alle sitzen gemeinsam in einem (Voll-)kreis. Sie haben einander kennengelernt, sind im Laufe des kurzen Seminars vertrauter miteinander geworden und teilen nun das Wissen über den ökologischen Fußabdrucks von Weihnachten miteinander.
Auch die Reduktion des Fußabdruckes funktioniert nur, wenn sich jeder individuell über die Auswirkungen seines Handelns bewusst ist und wir kollektiv handeln.

Von den Verfasser_innen.

Durch die Einführungsrunde zum Kennenlernen lässt sich der Baustein gut als erster Baustein in einem Block durchführen. Sollte der Baustein mit Bezug auf Weihnachten durchgeführt werden, so ist eine Durchführung zur Weihnachtszeit optimal, da die Teilnehmenden dann Erlerntes direkt anwenden können.

Literaturhinweise und Quellen.