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Baukasten:Nachhaltigkeit im Tourismus

Nachhaltigkeit im Tourismus am Beispiel Wintersport in den Alpen

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Zunächst gilt es, alle Teilnehmenden inhaltlich abzuholen, indem das Big Picture aufgezeigt wird: In allen Urlaubsregionen kommt es zu erheblichen Zerstörungen/Störungen der Kultur und Natur. Ursächlich scheint, dass im Urlaub oft auch das Gewissen zu Hause bleibt. Anschließend wird die Problematik durch einen interaktiven Vortrag anhand des Beispiels Wintersporttourismus genauer betrachtet. Schließlich gilt es, in Gruppenarbeit mögliche Handlungsalternativen aufzuzeigen und diese zu diskutieren. Ziel des Bausteins kann sein, die eigene Handlungsweise stark zu hinterfragen.

Titel
Nachhaltigkeit im Tourismus
Thema
Nachhaltigkeit im Tourismus am Beispiel Wintersport in den Alpen
Typ
Baustein
Schlagwörter
Gut kombinierbar mit Bausteinen, die Nachhaltigkeit in anderen alltäglichen Lebensbereichen aufzeigen. Kann insbesondere Sportbegeisterte und Urlaubsbegeisterte ansprechen.
Lernziele

  • Sensibilisierung für Problematik
  • Hinterfragen des eigenen Urlaubsverhalten
  • Argumentative Basis im Bereich Wintersporttourismus schaffen
Kompetenzen
Hier eine oder mehrere Kompetenzen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung benennen, die erworben werden: 1) Kompetenz zur Persepektivübernahme; 2) Kompetenz zur Antizipation; 3) Kompetenz zur disziplinübergreifenden Erkenntnisgewinnung; 4) Kompetenz zum Umgang mit unvollständigen und überkomplexen Informationen; 5) Kompetenz zur Kooperation; 6) Kompetenzen zur Bewältigung individueller Entscheidungsdilemmata; 7) Kompetenz zur Partizipation; 8) Kompetenz zur Motivation; 9) Kompetenz zur Reflexion auf Leitbilder; 10) Kompetenz zum moralischen Handeln; 11) Kompetenz zum eigenständigen Handeln; 12) Kompetenz zur Unterstützung anderer
Lernformen
kooperativ
Methoden
Gruppendiskussion, Skalenabfrage, Vortrag, Zuordnung zu Gruppe, Gruppenprozess zur Lösungsfindung
Gruppengröße
ca. 20-24 Teilnehmende
Dauer
90 min
Material und Räume
Die Durchführenden sollten das Vortragsmaterial für sich und das Informationsmaterial für die Teilnehmenden (in ausreichender Anzahl) mitbringen. Es genügt ein Raum mit ca. 30m². Für die Gruppenarbeiten sollten Stifte und Papier gereicht werden. Laptop und Beamer für den Vortrag, Kreidetäfelchen für die Gruppeneinteilung
Qualität
sehr gut
Semester
SoSe 15


Vorbereitung

Vorbereitung für die Moderation

Die Durchführenden sollten sich über eventuelle aktuelle Vorfälle informieren und inhaltlich in der Lage sein, eine dem Thema entsprechende Diskussion zu leiten.

Vorbereitung für die Teilnehmenden

Prinzipiell müssen die Teilnehmenden keine Vorkenntnisse mitbringen. Vorteilhaft ist es, wenn ein gewisses Grundverständnis für die Notwendigkeit von nachhaltigem Handeln vorhanden ist und die Teilnemer_innen bereit sind, sich in ihrer Position und Lebensweise hinterfragen zu lassen.

Materialien und Räume

Die Durchführenden sollten das Vortragsmaterial für sich und das Informationsmaterial für die Teilnehmenden (in ausreichender Anzahl) mitbringen. Es genügt ein Raum mit ca. 30m². Für die Gruppenarbeiten sollten Stifte und Papier gereicht werden. Laptop und Beamer für den Vortrag, Kreidetäfelchen für die Gruppeneinteilung

Ablaufplan.

Vorbereitung im Raum

Wissensspeicher aufbauen.

00. Minute - Einleitung und Aufgabenstellung.

Das Thema wird genannt. Die erste Aufgabenstellung ist, dass sich die Teilnehmenden selbstständig in Kleingruppen nach ihren bevorzugten Urlaubsregionen zusammenfinden (z.B. „Sommer-Sonne-Strand am Mittelmeer“, „Winterurlaub in den Alpen“, „USA“, …). Aufgabe ist es dann, in Form von Brainstorming dortige Probleme der Nachhaltigkeit herauszufinden (z.B. überquellende Mülleimer, Verkehr, Zerstörung von Natur und Kultur, …).

10. Minute - Vorstellung der Ergebnisse aus Aufgabenstellung 1.

Nach einer kurzen Bearbeitungszeit von ca. 5min soll jede Kleingruppe stichpunktartig ihre Ergebnisse der Gesamtgruppe vorstellen.

20. Minute - Interaktiver Input.

Im Zweiten Teil wird nun am Beispiel Wintersporttourismus genauer auf das Thema eingegangen. Inhaltliches Material befindet sich dazu im Anhang. Der Vortrag sollte interaktiv und ansprechend gehalten werden. Zahlenwerte werden über Skalenabfragen von den Teilnehmenden geschätzt.

40. Minute - Aufgabenstellung 2.

Im dritten und letzten Teil sollen die Teilnehmenden mögliche Lösungsvorschläge erarbeiten. Dafür teilen sie sich wiederum selbstständig in 4 Kleingruppen ein (möglich gemixt in Bezug auf die erste KG-Phase, um die Urlaubsregionen gleichmäßig zu verteilen, hier kann mit den Kreidetäfelchen gearbeitet werden). Aufgabe ist es nun, anhand von gereichtem Material zu einem speziellen Themenbereich Alternativen zum konventionellen Wintersporttourismus zu erarbeiten und diese nach einer Bearbeitungszeit von ca. 15min der Gesamtgruppe in ca. jeweils 3min zu präsentieren.


55. Minute - Vorstellung der Ergebnisse aus Aufgabenstellung 2.

3 min/Gruppe

75. Minute - Gruppendiskussion.

Abschließend sollen die einzelnen Vorschläge diskutiert werden. Hier kann die Diskussion auch wieder über den Themenbereich Wintersporttourismus hinaus geführt werden. Es bietet sich an, die Diskussion mit provokanten Thesen oder Fragen einzuleiten (z.B. „Sollte im gesamten Alpenraum ein Verkehrsverbot für nicht Ortsansässige gelten?“). Exemplarische Diskussionsfragen befinden sich im Anhang. In der folgenden Tabelle ist der Ablauf noch einmal zusammengefasst und kann als Unterstützung während des Bausteins genutzt werden. Zu diesem Zweck ist er ebenfalls im Anhang hinterlegt.

90. Minute - Ende.

Hinweise und Anmerkungen.

Von den Verfasser_innen.

Prinzipiell gilt, dass die überleitenden Worte nicht nur eine äußere Form in die nächste überleiten sollen, sondern auch stets den inhaltlichen Roten Faden, wie im Folgenden beschrieben, führen müssen. Die Einleitung und erste Aufgabenstellung dient der Themeneinführung und vor allem dem inhaltlichen Abholen der Einzelnen. Auch diejenigen, welche keine Erfahrungen im Wintersporttourismus haben, sollen sich der Problematik bewusst werden. Sollte es sich bei der Gruppe um eine frisch zusammengestellte handeln (die Teilnehmenden kennen sich nicht/kaum), kann so auch ein unkomplizierter Einstieg in die Gruppendynamik gelingen. In der Überleitung zum zweiten Teil ist es insbesondere wichtig, zu kommunizieren, dass die Gesamtproblematik jetzt nicht einseitig und engführend betrachtet wird (i.S.v. „Wintersporttourismus ist das eigentliche Problem.“), sondern es sich um eine exemplarische Durcharbeitung handelt. Es kann betont werden, dass dieses Beispiel besonders gravierend ist, auch weil, im Wintersporttourismus oftmals eine besondere „Naturverbundenheit“ hervorgehoben wird. In der Gruppendiskussion sollte neben den normalen Gesprächsregeln (aussprechen lassen, gleichmäßige Redeverteilung, keine persönlichen Angriffe, …) darauf geachtet werden, dass die Kleingruppen untereinander in Kontakt treten. Zum Beispiel, dass die Lösung der einen Gruppe zwangsläufig einen Zielkonflikt mit der der anderen aufweist. Zu beachten gilt es, dass in keiner Weise eine bestimmte Urlaubsregion als besonders gut oder schlecht hervorgetan werden sollte. Des Weiteren erscheint es sinnvoll, etwaige Einkommensunterschiede zwischen den Teilnehmenden nicht plakativ in den Raum zu stellen. In Gesprächen zeigt sich auch, dass das eigene Urlaubsverhalten oftmals auch als Statussymbol und (z.B. durch Erziehung und Gewohnheit) als Selbstverständlichkeit angesehen wird. Eine entsprechend behutsame Bewertung empfiehlt sich. Die Teilnehmenden werden höchstwahrscheinlich in unterschiedlichem Grad Erfahrungen mit Wintersporttourismus gemacht haben. Es gilt darauf zu achten, dass vor allem in der Diskussion nicht Einzelne lange Erfahrungsberichte liefern, welche von Unerfahrenen größtenteils nicht verstanden werden. Insbesondere die Gruppendiskussion am Ende kann nochmal genutzt werden, um bestimmte Schwerpunkte zu legen. Beispiele hierfür sind: Verkehr, Ausrottung von Pflanzen und Tieren im Alpenraum, ...

Gekürzte Variante.

Materialien zur Durchführung.

Version

Ursprüngliche Version

Kommentar.

Aktuelle Version

Kommentar.

Literaturhinweise und Quellen.