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unser Grundgedanke und Ziel

Die interdisziplinär ausgerichtete Blue Engineering-Initiative bietet (angehenden) Ingenieur_innen einen Blick über den Tellerrand und eine (inter-)aktive Auseinandersetzung mit ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung. Sie erhalten so Gelegenheit sich ihrer eigenen Werte bewusst zu werden und diese mit anderen zu reflektieren. Blue Engineering hat zum Ziel die einzelnen Ingenieur_innen innerhalb von Hochschulen und Betrieben zu vernetzten, so dass sie gemeinsam ihre Verantwortung für eine verantwortliche und demokratische Technikgestaltung übernehmen.

Hierzu gestaltet Blue Engineering Lehr-/Lernprozesse, die die Aktivitäten im wesentlichen auf die Teilnehmenden verlagern, so dass diese die Verantwortung für ein gutes Gelingen eines Seminars/Workshops übernehmen. Zugleich bestimmen sie so dessen zukünftige Entwicklung mit. Insgesamt ergänzen die Teilnehmenden ihr Fachwissen durch Orientierungswissen und Gestaltungskompetenzen, die ihnen helfen ihre Rolle in Bezug auf Technik und Gesellschaft zu kennen und mit anderen gemeinsam auszugestalten.

Basic Idea of Blue Engineering

The aim of the Blue Engineering is to provide an appropriate framework to reflect on technical achievements in general and one's own personal responsibility. However, Blue Engineering is not intended as a mere theoretical discussion, but is about discovering one's liberties in university and at work so that (prospective) engineers may act more according to their social and ecological responsibilities.

Rückblick: Let's talk trash!

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Am 18. Juli 2017 fand die Veranstaltung Let's talk trash! – Müll? Abfall? Wertstoff? statt. Im blau beleuchteten Raum H3006 diskutierten wir über unseren Umgang mit Müll, Müllverbrennungsanlagen und überlegten, wie eine Welt ohne Müll möglich wäre. Vielen Dank an Leona Pranatio von Cradle to Cradle - Wiege zur Wiege e.V. und Jens Peitan von der BSR, die die Veranstaltung mit ihren kurzen Vorträgen bereicherten. Es war ein schöner Semesterabschluss mit gerettetem Essen, kühlen Getränken und tollen, diskussionsfreudigen Gästen!

Let's talk trash! Kann das weg oder ist das Wertstoff?

Blauer Salon

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Was ist das, was übrig bleibt? Müll? Abfall? Wertstoff? – schon die Bezeichnung verrät viel über unseren Zugang und Umgang: vom Müllschacht des 60er-Jahre Hochauses – "aus dem Auge, aus der Nase, aus dem Sinn!" – bis zur Recycling-Idylle auf dem Wertstoffhof einer deutschen Kleinstadt – "jedes Stöffchen in sein eigen' Töpfchen".

Wie gehen andere Gesellschaften mit Entsorgung um? Welche Auswirkungen hat unser persönliches Verhalten, lässt sich unser aktueller Umgang auf Dauer aufrechterhalten und welche Utopie sehnen wir herbei? Kann es eine Zeit ohne Müll geben? Gäste von BSR und Cradle-to-Cradle e.V. stellen uns ihren Zugang zum Thema vor und regen zur Diskussion und Reflexion an.

Wir freuen uns auf Dich, am Dienstag, 18. Juli um 18:30 im Hauptgebäude der TU Berlin, Raum H3006. Für eine Kleinigkeit zu Essen und Getränke ist gesorgt.

Der Blaue Salon ist die Diskussionsveranstaltungsreihe der Blue Engineering Projektwerkstatt. Wir schaffen einen Rahmen für neue Einblicke und unverbissene Diskussionen über Themen der Nachhaltigkeit. An der Uni, außerhalb von Lehrveranstaltungen und offen für Alle!

Blue Engineering beim AStA-Sommerfest 2017

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Hallo zusammen! Am 16. Juni fand das Asta Sommerfest statt. Wie in jedem Jahr präsentierten sich die Initiativen und Vereine an der TU Berlin mit einem kleinen Stand, um auf ihre Sache aufmerksam zu machen oder einfach für Leckereien und Unterhaltung zu sorgen. So waren neben der Linken Liste, Amnesty International Hochschulgruppe, Café A und vielen anderen auch wir vom Blue Engineering vor Ort.

Neben interessanten Themen und köstlichem Gaumenschmaus wurde auch was für die Ohren geboten: fünf großartige Bands, darunter Masses & Bells, Bande Vacilando und Antinational Embassy. Am Stand von Blue Engineering ging es um Digitalisierung; wir wollten zum Nachdenken anregen und Positionen von TU Studis zu diesem allgegenwärtigen Themenkomplex aufnehmen. Auf unserem Whiteboard sammelten wir Reaktionen zur Frage "Treibt die Digitalisierung die soziale Spaltung voran?" Es war eine tolle Veranstaltung mit spannenden Gesprächen – wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

Veröffentlichung aller Bausteine: Auswahl von besonders guten Bausteinen

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Seit dem 29. Juni 2017 sind unsere über 140 Bausteine online und stehen allen zur freien Verfügung, die in der Hochschule oder in ihrem Betrieb Lehr-/Lerneinheiten über soziale und ökologische Verantwortung durchführen möchten. Die folgenden über 50 Bausteine sind in der Regel so gut dokumentiert, so dass sie ohne weiteres direkt eingesetzt werden können. Sie kamen mehrfach im Berliner Blue Engineering zum Einsatz, wo sie immer wieder ihre Praxistauglichkeit unter Beweis gestellt haben. Folglich können diese Bausteine mit geringer Vorbereitung in ganz unterschiedlichen Lehr-/Lernsituationen eingesetzt werden. Zur Außendarstellung wurden Karteikarten der ausgewählten Bausteine im DIN A6 Format erstellt.

Eine Überblicksseite bietet die wesentlichen Informationen, wie Thema, Methoden und Materialien zu den ausgwählten Bausteinen

Um die Themenvielfalt zu unterstreichen, werden hier alle ausgewählten Bausteine hintereinanderweg aufgelistet: 100 Punkte - Faktoren der Technikgestaltung – 25 Fragen von Max Frisch – Agropolis - Gesellschaftsspiel – Arbeit, Gesellschaft und Gewerkschaft - Grundbaustein in Berlin – Atomkraft - Anno Domini Spiel – Autofreie Stadt Berlin – Automatisierung vs. gute Arbeit – Biene maja BIZIBIZ-Spiel – Bisphenol A - Nützlich, Schädlich, Wirtschaftlich? – Blue Stories - Rätselspiel der Nachhaltigkeit – Brisand - Spielerisch Bewusstsein schaffen rund um den Rohstoff Sand – Climate Innovations – Das Produktivistische Weltbild - Grundbaustein in Berlin – Denkanstöße über das Verhältnis Arbeit und Zeit – Der Ingenieurberuf im Nationalsozialismus – Dezentrale Energieversorgung – Szenario neues Dorf – Eine kurze Geschichte der Zeit - Bilderbuch – Einstiegssitzung - Grundbaustein in Berlin – Energiespeicher erfinden und auslagen – Entscheidungsprozesse über die Präimplantationsdiagnostik – Fracking – Gender, Diversity und Technik - Grundbaustein in Berlin – Geschichte der dezentralen Energieversorgung – Global Village - ein Entdeckungs- und Schätzspiel – Grüne Gentechnik – Heilmittel gegen den Welthunger? – Indoor Farming - eine nachhaltige Zukunft der Landwirtschaft – Industrie 4.0 - Fluch oder Segen? – Industrielle Fischerei – Katzenvideo - Materielle und Soziale Voraussetzungen von Technik – Kraftwerk - Quartettspiel – Lebensmittelethik schmecken – Mobilität ohne Öl – Müllapokalypse - ein Scotland Yard Spiel – Mülltrennung - ein Kinderspiel – Nachhaltige Waldwirtschaft - eine Exkursion – Peak Everything - Alles ist alle!? - Anno Domini Spiel – Plastik - Grundbaustein in Berlin – Privatsphäre des Smartphones – Recht auf Wasser vs. Privatisierung – Recycling Brettspiel – Reparieren vs. Neu – Seltene Erden – Ship Beaching – Smart Grid – Das intelligente Stromnetz – Stadt der Zukunft – Stromopoly - Das Spiel über den deutschen Energiemarkt – TING-D - Grundbaustein in Berlin – Technik als Drama - Drama der Technik – Technik als Problemlöser - Grundbaustein in Berlin – Technik als Problemlöser?! - Wissensspeicher – Themen- und Gruppenfindung - Grundbaustein in Berlin – To Fly or Not To Fly - Rollenspiel – Verantwortung und Kodizes - Grunbaustein in Berlin – Virtuelles Wasser - Wie viel Wasser steckt in einem Produkt?! – Wasserkraft – Windkraft zum Anfassen – Ökologische und soziale Verantwortung oder Kapitalismus – 

Zur Außendarstellung und für einen erste Überblick wurden auch Karteikarten der ausgewählten Bausteine im DIN A6 Format erstellt

Veröffentlichung aller Bausteine - 29. Juni - 18 Uhr - H 3007 - TU Berlin

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Bausteine sind das Kernelement des Blue Engineering-Seminars. Diese inhaltlich und didaktisch gut dokumentierte 15- bis 90-minütige Lern-/Lehreinheiten verlagern sowohl den Lern- als auch den Lehrprozess innerhalb eines Seminars weitestgehend auf die Teilnehmenden. Bausteine schaffen die Balance zwischen Faktenvermittlung und Orientierung/Reflexion/Positionierung der Teilnehmenden zum Beispiel durch simulierten Gerichtsverhandlungen, Talkshows, Stationenlernen, aber auch durch multimediale/multisensuale Wissensspeicher, die ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven aufbereiten sowie durch spielerische Formate, wie z.B. ein Kraftwerksquartett, Mülltrennung - ein Kinderspiel! oder ein Bilderbuch zum Thema Zeitwohlstand.

Derzeit arbeiten wir mit Hochdruck daran, dass wir alle unsere Bausteine endlich auf dieser Webseite veröffentlichen können. Mittlerweile sind alle bereits online und wir müssen nur noch einen letzten Feinschliff anlegen, was aber bei über 140 Bausteinen nicht mal so eben zu machen ist. Für uns wird somit ein großer Traum wahr, da wir schon von Anfang an unseren großen Schatz mit allen anderen teilen wollen.

Die Veröffentlichung aller Bausteine wollen wir daher mit euch feiern:

Donnerstag, 29. Juni 2017 - 18 Uhr - H 3007 - Technische Universität Berlin

In bewährter Blue Engineering Manier, wollen wir hier keine langen und großen Reden schwingen, sondern kurz und knapp euch einen Überblick vermitteln, euch zwei, drei kleine Bausteine direkt ausprobieren lassen, euch eine kleine Ausstellung zur Vielfalt der Bausteine anbieten und nach etwa 45 Minuten wollen wir zusammen mit euch feiern, dass so viele Menschen soviel in den letzten Jahren auf die Beine gestellt haben.

Wer jetzt schonmal sehen möchte, was wir alles für Bausteine haben, der kann mal einen Blick in unseren Baukasten werfen. Besonders empfehlenswert sind die Grundbausteine des Berliner Blue Engineering Seminars, die auch in einer eigenen Baukasten-Broschüre 2016 veröffentlicht wurden:

Einstiegssitzung

Plastiksitzung

Themen- und Gruppenfindung // TING-D

die drei rotierenden Bausteine

Semesterpräsentationstage an der TU Berlin - 27. Juni, 04. und 11. Juni 2017

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Das Sommersemester neigt sich dem Ende zu und wie in den vergangenen Semestern findet die Präsentation der aktuellen Semesterarbeiten im Rahmen des normalen Seminartermins statt. Alle interessierten Menschen sind gerne gesehen und können ohne weiteres teilnehmen. Jeweils am 27. Juni, 04. und 11. Juni 2017 werden in drei verschiedenen Räumen verschiedene Bausteine in der Zeit von 10.15 Uhr bis 14.00 Uhr vorgestellt. Die Semesterpräsentationstage finden im Hauptgebäude der TU Berlin - Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin statt.

Beginn der ersten Semesterarbeit ist jeweils um 10.15 Uhr. Für jede Semesterarbeit stehen etwa 60 Minuten zur Verfügung. Danach gibt es eine kurze Feedbackrunde und eine 15 minütige Pause. Anschließend kommt die nächste Gruppe dran.

27. Juni 2017

H 3006 - Alternative Finanzsysteme // Regenerative Energiessysteme

H 3007 - Automatisierung // Ökobilanzierung

H 3008 - Psychologie im Umweltschutz // CO2-Nutzung


04. Juli 2017

H 3006 - Phoneblocks // Technik als Droge

H 3007 - Automatisierte Gesellschaft // Recycling im Alltag

H 3008 - Palmöl // Wasserverbrauch in der Industrie


11. Juli 2017

H 3006 - Technik und Innovationen in der Gesellschaft // Umweltfreundliche Trinkspiele

H 3007 - Blue Entreprenureship // Autonome Fahrzeuge

H 3008 - Recycling Bewusstsein // Upcycling

Aktualisierung der Zielstellungen von Blue Engineering - Sommersemester 2017

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Einmal pro Semester treffen sich die Gruppen aus Berlin, Düsseldorf und Hamburg, um gemeinsam Blue Engineering weiterzuentwickeln. Im [2017 haben wir uns in der Bergstadt Wildemann im Harz] getroffen, wo wir unter anderem die gemeinsamen Zielstellungen von Blue Engineering aktualisiert haben. Hierzu haben wir die Workshop-Methode Technology of Participation genutzt. Sie zielt darauf ab, die unterschiedlichen Richtungen und Interessen innerhalb einer Gruppe in einen gemeinsamen Konsens zu überführen, der keine Idee außen vor lässt. Durch die Methode haben wir daher nochmal vor Augen geführt bekommen, wie breit Blue Engineering aufgestellt ist und welche Ziele sich alle erreichen lassen, wenn wir uns dran setzen und aus Worten auch Taten folgen lassen. In ungeordneter Reihenfolge haben wir so folgende Themenschwerpunkte identifiziert:

  • Blickwinkel erweitern
  • interne und externe Veranstaltungen ausrichten
  • Gleichgesinnte unterstützen
  • Blue Engineering Themen öffentlich stark machen
  • berufliche Perspektiven schaffen
  • persönliche Weiterentwicklung fördern
  • Blue Engineering "BE-geisterte" unterstützen
  • gutes Lernen ermöglichen
  • mit Spaß experimentieren
  • kritisch hinterfragen

Es ergibt sich also ein breiter Strauß an Vorhaben und Zielstellungen, die jede_r der Anwesenden mit Blue Engineering verbindet. Insgesamt ist Blue Engineering also ein Zusammenschluss von Leuten, die durch Veranstaltungs- und Lernformate ihren Blickwinkel erweitern indem sie kritisch hinterfragen und mit Spaß experimentieren. Hierdurch entwickeln sie sich persönlich weiter und schaffen sich und anderen berufliche Perspektiven. Dies führt dazu, dass Blue Engineering Themen in der Öffentlichkeit stark gemacht werden und so Gleichgesinnte in ihrer Arbeit unterstützt werden.

...weitere aktuelle Hinweise

Lesenswertes und Sehenswertes von anderen

Crashkurs Rohstoffpolitik 2017 - 16. und 17. Juni in Berlin

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Als wichtige Industrienation zählt Deutschland zu den größten Rohstoffkonsumenten der Welt. Metallrohstoffe, viele Industriemineralien sowie Energierohstoffe werden in großem Umfang aus dem Ausland, oftmals auch aus Entwicklungsländern eingeführt. Auf Druck der Industrie bemühen sich die Bundesregierung und die EU in ihrer Rohstoffpolitik um Rahmenbedingungen für „eine nachhaltige, international wettbewerbsfähige Rohstoffversorgung“, u.a. durch die außenpolitische und außenwirtschaftliche Flankierung des Rohstoffgeschäftes privater Unternehmen. Sie drängt auf offene Märkte und freien Handel mit Rohstoffen. Umwelt-, Sozial- und Entwicklungsanliegen spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Dieser Crashkurs für politische MultiplikatorInnen führt in Themen der Rohstoffpolitik und ihre sozialen und ökologischen Folgen ein. Dabei wird das Vorgehen deutscher und europäischer Akteure ebenso beleuchtet wie die Folgen des Abbaus in den Herkunftsländern und alternative Abbaukonzepte. Schwerpunkt des diesjährigen Kurses liegt auf den Instrumenten der Rohstoffstrategie der Bundesregierung sowie der Lobbyarbeit der Industrie.

Bewerbung und Anmeldung

Der Crashkurs richtet sich gezielt an MitarbeiterInnen, Mitglieder und Aktive aus politischen Parteien, Gewerkschaften und NGOs. Voraussetzung für eine Teilnahme ist eine kurze Bewerbung mit Angaben. Bitte bis zum 14. Mai an Kaspar.Roettgers@power-shift.de senden. Endgültige Teilnahmebestätigungen werden dann möglichst zeitnah zugesandt!

https://power-shift.de/crashkurs-rohstoffpolitik-2017/

Sozial-ökologische Transformationsperspektiven aus internationalistischer Sicht - Workshop 11. bis 13. November 2016

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Der Glaube an die Idee, dass sich durch eine “Revolution”, gedacht als zeitlich begrenztes Ereignis, gesellschaftliche Verhältnisse grundlegend verändern lassen, ist heute selbst in der radikalen Linken in Deutschland und anderswo nicht mehr so weit verbreitet wie vor einigen Jahrzehnten.

In den letzten Jahren hat demgegenüber das Konzept einer Transformation, also eines allmählichen Prozesses weitreichender gesellschaftlicher Veränderung, mehr Aufmerksamkeit erhalten. Aber wie kann eine solche Transformation aus sozial-ökologischer Perspektive und in globalem Maßstab aussehen? Welche verschiedenen Konzepte gibt es dafür in verschiedenen politischen Zusammenhängen und der Wissenschaft? Wer sind die relevanten Akteure? Wie können Transformationsprozesse eingeleitet werden und was können “wir” dazu beitragen?

Dieses Seminar widmet sich Ideen von sozial-ökologischer Transformation in einer globalen, internationalistischen Perspektive. Auf Grundlage von Inputs und gemeinsamer Text-Lektüre wollen wir besser verstehen, wie radikaler gesellschaftlicher Wandel gedacht werden kann und welches mögliche Schritte auf dem Weg dorthin sind.

Weitere Informationen auf der Webseite der BUKO Internationalismus:

http://www.buko.info/aktuelles/artikel/news/transformationsperspektiven-aus-internationalistischer-sicht-1/

Arbeitszeit und Lebenszeit in der digitalen Optimierungsgesellschaft - Es ist Zeit darüber zu reden - donnerstags um 18 Uhr - Ringvorlesung an der TU Berlin

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Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Technische Universität Berlin veranstalten in diesem Wintersemester eine gemeinsame Ringvorlesung. Experten aus Gewerkschaft, Wissenschaft und Politik diskutieren in der Reihe unter anderem darüber, welche Rolle Zeit für ein "gutes Leben" spielt, wie Arbeitszeit und soziale Gerechtigkeit zusammenhängen und wie eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen ist. Bei der Vorlesungsreihe an der TU Berlin sprechen neben anderen der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann, der IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann, Bundesarbeitministerin Andrea Nahles, die Kommunikationswissenschaftlerin Prof. Dr. Christiane Funken (TUB), der Experte für Nachhaltige Lebensführung Prof. Dr. Ulf Schrader (TUB), der Zeitexperte Prof. Dr. Ulrich Mückenberger (Universität Hamburg) und Studierende der TUB.

Die Ringvorlesung hat die Arbeits- und Lebenszeit zum Thema, drei Entwicklungen sind dabei von besonderer Bedeutung

  • Technische Entwicklungen zur Smart Economy verursachen eine größere Unabhängigkeit von Arbeitsorten, d.h. die Grenzen zwischen Arbeitsplatz und Zuhause verschwimmen zunehmend. Arbeit wird „anytime and anywhere“ möglich. Vieles kann am Computer zuhause ebenso erledigt werden, wie im Büro. Gleichzeitig übernehmen wir als Kunden und Verbraucher immer mehr Tätigkeiten selber (Prosument, Schattenarbeit), die früher von professionellen Dienstleistern erbracht wurden.
  • Die „neoliberale“ Arbeitskultur verlangt den Beschäftigten unter den Bedingungen der Digitalisierung zeitliche Flexibilität ab und setzt sie in der verfügbaren Arbeitszeit unter Druck. Einerseits werden gewöhnliche Arbeitszeitmuster „aus den Angeln“ gehoben, andererseits eröffnet der Einsatz digitaler Technologien neue Wege in selbstbestimmtes Arbeiten und Zeitsouveränität.
  • Aufgrund veränderter Ansprüche insbesondere junger ArbeitnehmerInnen an „Gute Arbeit“, nachhaltige Lebensstile und neue Familienmodelle werden traditionelle Rollenverteilungs-, Konsum- und Freizeitmuster immer mehr in Frage gestellt. Eine dynamische und egalitäre Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird immer relevanter für eine moderne Arbeitszeitpolitik.

Weiter Informationen auf den Webseiten der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt:

http://www.zewk.tu-berlin.de/v_menue/wissenschaft_arbeitswelt_koop/tagungen_und_veranstaltungen/gemeinsame_ringvorlesung_von_dgb_und_tu_berlin_im_ws_201617/

Radvolksentscheid in Berlin - ab Mai werden Unterschriften gesammelt

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Radfahren ist gesund, schont das Klima, braucht wenig Platz und verursacht weder Lärm noch Abgase. Außerdem macht es einfach Spaß, mit dem Fahrrad von A nach B zu kommen. Viel mehr Berlinerinnen und Berliner würden Rad fahren, wenn sie sich sicher fühlten. Dafür brauchen wir eine bessere Radinfrastruktur und eine anständige Verkehrsmoral.

Es passiert schon etwas, doch – gemessen am steigenden Radverkehr – noch viel zu wenig. Bisher vermissen wir den politischen Willen, sich für eine kinder- und seniorengerechte Radinfrastruktur einzusetzen, für mehr Sicherheit im Verkehr, für Klimaschutz und ein lebenswerteres Berlin. Der Volksentscheid hilft, einen Richtungswechsel einzuläuten. Diese zehn Ziele wurden in das Berliner Radverkehrsgesetz (BerRG) geschrieben, für das ab Mai 2016 Unterschriften gesammelt werden, um zur kommenden Bundestagswahl einen Volksentscheid hierüber zu haben.

11 einfache Schritte zu mehr Wirtschaftsdemokratie

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Das großartige Künstlerduo Peter Fischli und David Weiss haben 1979 10 einfache Schritte an einer Hauswand aufgelistet zur Frage How to work better?. Mit diesen 10 kann man gut und gerne übereinstimmen - der anschließend ergänzte 11 Punkt ist aber mindestens genauso zentral, wie die anderen 10.

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