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Baukasten:Technik als Drama - Drama der Technik

Technik als Drama - Drama der Technik

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Die Teilnehmenden des Modulbausteins nähern sich den “Physikern“ von Friedrich Dürrenmatt und dem “Leben des Galilei“ von Bertolt Brecht, indem sie in Teilgruppen wichtige Textpassagen der Dramen lesen, diese in eigenen Worten wiedergeben und sich anschließend durch darstellendes Spiel erschließen. Anschließend präsentieren die Gruppe ihre besten Szene und moderieren eine kurze Diskussion über die getroffenen Aussagen. Ziel ist, es einen künstlerischen Zugang zum Spannungsfeld Technik und Gesellschaft zu erhalten.

Titel
Technik als Drama
Thema
Technik als Drama - Drama der Technik: Kurze Improvisationen auf Textpassagen aus “Die Physiker“ von Dürrenmatt und “Leben des Galilei“ von Brecht
Typ
Baustein
Schlagwörter
Theater, Ethik, Technik, Gesellschaft, Verantwortung
Lernziele
Die Teilnehmenden setzen sich durch darstellendes Spiel mit einem Drama auseinander, dass die Rolle von Technik in besonderer Weise thematisiert. Die Relevanz der künstlerischen Erarbeitung des Spannungsfeld Technik und Gesellschaft wird ersichtlich.
Kompetenzen
Reflexion auf Leitbilder, Partizipation, Motivation, Unterstützung anderer
Lernformen
kreativ, kooperativ
Methoden
Text erarbeiten, Lernslogan, darstellendes Spiel
Gruppengröße
4-30
Dauer
60, 90 Min
Material und Räume
Textpassagen
Qualität
sehr gut
Semester
Wintersemester 2010/2011


Vorbereitung

Vorbereitung für die Moderation

Einarbeitung in den Baustein

Vorbereitung für die Teilnehmenden

Für den Modulbaustein benötigen die Teilnehmenden kein besonderes Vorwissen. Es ist jedoch hilfreich, wenn die Teilnehmenden bereits Rollen- oder Planspiele gemacht haben, beziehungsweise, wenn ein paar Teilnehmende Theatererfahrung haben.

Materialien und Räume

Es werden keine weiteren Materialien benötigt, wobei ausgefallene Gegenstände die Improvisation bereichern können

Ablaufplan.

Vorbereitung im Raum

Wissensspeicher aufbauen.

00. Minute - Begrüßung durch Übungen aus dem Improtheater.

Zu Beginn lockert sich die Gruppe durch diverse Übungen aus dem Improtheater aus und gewinnt so einen Zugang zum szenischen Darstellen (siehe Literaturhinweise. Mögliche Übungen sind: Assoziationsketten, Imaginären Ball weitergeben, Kennedy, "Ja, das stimmt", Machine Infernale...).

10. Minute - Kurze Einführung, Austeilen der Aufgabenzettel und Texte.

Direkt an diese kleine Aufwärmrunde anschließend, werden die Textpassagen und der Aufgabenzettel ausgeteilt. Jede Gruppe erhält nur ein Drama zum bearbeiten. Idealerweise sind drei bis vier Personen in einer Gruppe. Je nach Teilnehmenden können durchaus auch nur zwei oder eine Person sich um die Bearbeitung der Aufgaben kümmern. Da die Gruppen nach Möglichkeit drei Szenen erarbeiten sollen, ist es auch möglich, dass mehr als vier Personen in einer Gruppe sind. Hier ist darauf zu achten, dass jede Person mindestens einmal eine bestimmte Textstelle spielt.


15. Minute - Die Gruppen lesen die Texte durch.

Zu erst lesen sich die Teilgruppen ihren jeweiligen Text durch und einigen sich auf drei besonders wichtige Textstellen, die sie weiter bearbeiten möchten. Um einen ganz eigenen Zugang zu dem Text zu finden, sollte nun die jeweilige Textstelle mit eigenen Worten in einem kurzen, knackigen Satz zusammengefasst werden - als eine Art Slogan. Diesem Slogan kann nun noch ein Schlagwort als Titel gegeben werden.

25. Minute - Die Gruppen gehen über Textstellen zu identifizieren, mit eigenen Worten wiederzugeben und Schlagwörter zu finden.

40. Minute - Die Gruppen beginnen mit der szenischen Gestaltung.

Um das Improvisieren zu erleichtern ist es hilfreich, dass das Setting vorher festgelegt wird, das heißt welche Besonderheiten werden mit der bestimmten Textstelle verbunden. Dies kann auch gerne ins fantastische, unglaubliche und schräge abdriften - solange die Kernaussage erhalten bleibt. Fehlt es der Gruppe an Kreativität kann der/die Verantwortliche auch kleine Zettelchen vorbereiten, die gezogen werden um das jeweilige Setting zu bestimmen. Jetzt, wo das Setting festgelegt ist, sollte eine Person einfach anfangen und weitere Personen einsteigen. Eine Zeitbegrenzung kann hier helfen notwendige Spontanität zu entwickeln. Jede der drei gewählten Textstellen sollte mindestens einmal durchgeführt werden. Sollte es die Zeit zulassen, kann weiter geprobt werden mit gleichen und abgewandelten Settings. Der/die Verantwortliche sollte regelmäßig zwischen den Gruppen hin und her wechseln um sicher zu gehen, dass keine Gruppe sich zu lange an einer Teilaufgabe aufhält. Gerade wenn die Gruppen mit der szenischen Gestaltung beginnen, sollte jede Gruppe besucht werden um Hilfestellung zu geben, wenn es an Kreativität oder Spontanität mangelt.

60. Minute - Alle Teilgruppen kommen zusammen und führen ihre favorisierte Szene auf und leiten eine Diskussion.

Die einzelnen Gruppen kommen nun zusammen, um sich gegenseitig ihre beste Szene vorzuführen. Im Anschluss an die Szene wird eine kleine Diskussion durch die Gruppe moderiert - möglichst durch eine einzelne Person. Bei dieser Gelegenheit kann auch nochmal die zugrunde liegende Szene vorgelesen werden.

85. Minute - Abschlussdiskussion und Ergebnissicherung.

Da die jeweiligen Szenen bereits kurz diskutiert wurden, kann die Abschlussdiskussion etwas kürzer ausfallen. Jedoch sollte eine Ergebnissicherung gewährleistet werden, indem jede Gruppe ihre Szene und die dazugehörige Diskussion auf einer Seite protokolliert.

90. Minute - Ende.

Hinweise und Anmerkungen.

Von den Verfasser_innen.

Die Gruppe sollte sich schon einigermaßen kennen und die Bereitschaft haben sich auf darstellendes Spiel einzulassen. Hilfreich ist es sicherlich, wenn es den einen oder anderen Klassenclown, bzw. Rampensau, gibt. Jedoch kann durch eine etwas intensivere und längere Hinführung durch die Übungen des Impro-Theaters ein gutes Gelingen garantieren. Die Einzelgruppen müssen wissen, dass es nicht darauf ankommt, die Szene möglichst nah und akkurat am Original aufzuführen, sondern die Kernaussage möglichst einprägsam zu transportieren. Je witziger/dramatischer/gefühlsbetonter eine Szene dargestellt wird, desto eher bleibt sie bei den Zuschauenden in Erinnerung.

Statt eine Szene immer und immer wieder zu proben, sollte der Spontanität und dem Zufall Raum gegeben werden. In der Probenphase immer nur eine oder zwei Minuten geben um einen Lernslogan darzustellen. Schaffen es die Teilnehmenden nicht ein Setting festzulegen, sollte dies durch Karten ziehen einfach bestimmt werden. Die Dramen von Dürrenmatt und Brecht eignen sich besonders, weil sie die Kernaussagen auf dem Silbertablett servieren. Jedoch ist es auch möglich in anderen Dramen und Romanen, z.B. Homo Faber, ähnliche Szenen zu finden und zu nutzen.

Je nach Zeit bietet es sich an, dass die Textstellen in der Woche zuvor verteilt werden. Dies lässt mehr Zeit zum Aufwärmen und für die Improvisation. Die ausgewählten Textstellen im Anhang sind sehr lang. Für eine schnellere Durchführung können nur die Kernpassagen ausgeteilt werden.

Die Dramen von Dürrenmatt und Brecht eignen sich besonders, weil sie die Kernaussagen auf dem Silbertablett servieren. Jedoch ist es auch möglich in anderen Dramen und Romanen, z.B. Homo Faber, ähnliche Szenen zu finden und zu nutzen.

Die ausgwählten Textstellen sind sehr umfangreich, sie sollten für Einheiten unter 90 Minuten stark gekürzt werden.

Gekürzte Variante.

Materialien zur Durchführung.

Textpassagen

Literaturhinweise und Quellen.