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Baukasten:Zweifelhafte Grossprojekte

Zweifelhafte Großprojekte

Zweifelhafte großprojekte.jpg


Die Kernpunkte des Wissensspeichers sind beim BER die allgemeinen Fakten/ Daten/Zahlen zu den Aspekten Flughafen Tegel u. BER, Profiteure des BER, Auswahl- u. Vergabeverfahren, Chronologie der Bauphase 2006-2013 sowie ökonomische u. soziale Auswirkungen zur Problematik Flugrouten u. Fluglärm. Der Wissensspeicher „Dreischluchten Talsperre“ vermittelt allgemeines Wissen zu Staubauwerken, Fakten, Gründe für den Bau, Informationen zur Finanzierung und dem Bauverlauf der Dreischluchten Talsperre, Prob-lematiken in Bezug auf Technik und Effizienz, soziale Problematiken (Umsiedlungen, Korruption, zerstörte Kulturgüter) und Problematiken in Bezug auf Umwelt (Wasserverschmutzung, Erdrutsche, CO2 Emissionen)

Titel
Zweifelhafte Großprojekte
Thema
Wissensspeicher Zweifelhafte Großprojekte in der Region und der Welt
Typ
Wissensspeicher
Schlagwörter
BER, Dreischluchtenstaudamm, Folgen von Großprojekten
Lernziele
Die Teilnehmenden dieses Wissensspeichers sollen einerseits in die Thematik Großprojekte eingeführt werden und andererseits ein Verständnis für die zentralen Probleme von Großprojekten bekommen

  • Missmanagement in der Planungsphase
  • Fehler in der Bauphase und die dadurch entstehenden Kosten,
  • politisch motivierte Entscheidungen

Die Bearbeitung beider Themenkomplexe soll am Ende zur Beantwortung der nachfolgenden Fragestellung führen. Welche Gemeinsamkeiten können für Großprojekte in der Region/Welt gefunden werden? (Bsp.: Kosten)

Kompetenzen
Hier eine oder mehrere Kompetenzen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung benennen, die erworben werden: 1) Kompetenz zur Persepektivübernahme; 2) Kompetenz zur Antizipation; 3) Kompetenz zur disziplinübergreifenden Erkenntnisgewinnung; 4) Kompetenz zum Umgang mit unvollständigen und überkomplexen Informationen; 5) Kompetenz zur Kooperation; 6) Kompetenzen zur Bewältigung individueller Entscheidungsdilemmata; 7) Kompetenz zur Partizipation; 8) Kompetenz zur Motivation; 9) Kompetenz zur Reflexion auf Leitbilder; 10) Kompetenz zum moralischen Handeln; 11) Kompetenz zum eigenständigen Handeln; 12) Kompetenz zur Unterstützung anderer
Lernformen
kreativ, faktenorientiert
Methoden
Plakaten, Artikeln, Büchern, Flyern, Videos, Bildern u. einem Quiz
Gruppengröße
variabel
Dauer
45 - 60 min
Material und Räume
Pro Plakat wird jeweils ein Aufsteller benötigt, sowie 5 Tische für die eingesetzten Medien (nähere Infos siehe räumlicher Aufbau in der Dokumentation)
Qualität
gut
Semester
WiSe 13/14


Vorbereitung

Vorbereitung für die Moderation

Für die Durchführung des Wissensspeichers BER sind keine wesentlichen Voraussetzungen notwendig, da das Faktenplakat zum BER und die Chronologie des Flughafens Berlin Bran-denburg von 2006 bis 2013 die wichtigsten Informationen für die Betrachtenden zur Verfügung stellt. Es empfiehlt sich lediglich durch das Verfolgen der Medien über die Thematik informiert zu sein um die Daten und Fakten richtig beurteilen bzw. bewerten zu können.

Vorbereitung für die Teilnehmenden

Evtl. kann vor der Durchführung des Wissensspeichers die Unterlagen zur Gliederung und Motivation am Thema BER dem Betrachter zur Verfügung gestellt werden, damit er bereits weiß was ihn erwartet und damit vorab geklärt werden kann wer dieses Thema bearbeitet und wer sich eher mit der Thematik Staudamm beschäftigt. Der Wissensspeicher „Dreischluchten Talsperre“ ist vom Aufbau her so konzipiert, dass auch dort kein Vorwissen erforderlich ist. Methodisch werden zu Beginn die so genannten W-Fragen geklärt (Was?/Wie?/Wann?/Warum?/Wo?). Die ersten zwei Plakate dienen der Einführung ins Thema, mit allgemeinen Infos zu Staudämmen.

Materialien und Räume

Pro Plakat wird jeweils ein Aufsteller benötigt, sowie 5 Tische für die eingesetzten Medien (nähere Infos siehe räumlicher Aufbau in der Dokumentation)

Ablaufplan.

Räumlicher Aufbau des Wissenspeichers

Da der Wissensspeicher Zweifelhafte Großprojekte aus 2 komplexen Themen besteht, wurde für den Aufbau eine getrennte Betrachtung angestrebt. Hierzu wurde am Anfang des Wissens-speichers ein „Info-Tisch“ aufgestellt, wo zum Teil BER die Gliederung und ein allgemeines Motivationsschreiben ausgelegt wird und für den Teil Dreischluchten Talsperre ein Handout. Das heißt wenn der/die Betrachter/in den Raum betritt kann er/sie zunächst an diesem „Info-tisch“ sich aussuchen welches Thema ihn/sie als erstes interessiert und welches er/sie zeitlich danach betrachten möchte. Nach dem „Info-Tisch“ ist folgende Anordnung der Plakat/Tische einzuhalten:

Reihenfolge der BER Komponenten Genutzte Medien am Standort des Plakats
Faktenplakat BER
(1 Tisch, 1 Stellwand)
Powerpoint Präsentation zum Faktenplakat, Faktenquiz
Plakat Chronologie BER 2006-2013
(1 Tisch, 1 Stellwand)
Ausdrucke Flyer/Plakate zur Chronologie, Videos: Tagesschau u. Mario Barth deckt auf + Kopfhörer, Bilder zur Chronologie mit Notebook
Plakat Auswirkungen Flugrouten
(1 Tisch, 1 Stellwand)
Post-its Flugrouten, Ausschnitte akt. U. passiver Lärmschutz, Videos zum Lärmschutz + Kopfhöhrer
Kombi-Plakat (1 Stellwand) -

Alle Medien/Plakate/Texte sind für die Durchführung des Wissensspeichers vorhanden und müssen nur noch entsprechend vorbereitet (ausgedruckt, ausgeschnitten) u. angeordnet werden. Die Technik (Notebooks, Tablets, Kopfhörer) müssen die Durchführenden selber stellen bzw. dafür sorgen dass sie zur Verfügung stehen, weil sie essentiell für die multimediale Präsentati-on des Wissensspeichers ist. Darüber hinaus hat es sich bei der Präsentation des Wissensspei-chers als nützlich ergeben „rote“ und „blaue“ Pfeile auf dem Boden und an den Wänden zu platzieren, um die Betrachtungsreihenfolge der beiden Themenbereiche BER und Staudamm zu visualisieren. Diese Pfeile müssten die Durchführenden zusätzlich anfertigen und ausdrucken. Die folgende Tabelle beinhaltet den Aufbau des Dreischluchten Staudamms und die genutzten Medien.

Reihenfolge der Staudamm Komponenten Genutzte Medien am Standort des Plakats
Plakat (DIN A0): Intro Staubauwerke -
Plakat (DIN A0): Dreischluchten Talsperre -
Plakat (DIN A0): Problematiken: Effizienz/ Technik Infothek
Infothek (Tisch) Powerpoint Präsentation in Dauerschlei-fe mit interessanten Fakten (Monitor), Flyer (ICG – Das Ynagtse Projekt), Buch 1: Jan Trouv (2008): Chinas Drei-Schluchten-Staudamm und die Bauer-numsiedlung, Buch 2: Cao, Lei (1997): Three Gorges on Yangtze River., Buch 3: Kite, Patricia: Building the Three Gorges Dam (Raintree Freestyle: Science Missions), Buch 4: Neumann, Cilia: Der Drei-Schluchten-Staudamm: Fluch oder Se-gen des Jangtse: Eine Bestandsaufnah-me, Buch 5: National Geographic (Vol.192, 1997): Three Gorges, Ausgedruckte Artikel 1– gebunden, Ausgedruckte Artikel2– gebunden, Geschnittenes Video mit 1,5 Minuten Clips - Interviews mit Verlierern und Profiteuren des Telsperren Projektes (PC+Kopfhörer)
Plakat (DIN A0): Problematiken - Mensch -
Plakat (DIN A0): Problematiken - Umwelt -

Führung durch das Wissenspeicher-Element.

Zur besseren Orientierung wurde das nachfolgende Bild aus der 1.Präsentation des Wissens-speichers eingefügt. Die Betrachtungsrichtung erfolgt dabei von links nach rechts. Gestartet wird mit dem Info-Tisch u. dem Wissensspeicheranteil BER. Danach erfolgt die Betrachtung des Kombi-Plakates und des Wissensspeicheranteils Dreischluchten Staudamm (Kommentare zur nachträglichen Optimierung der Anordnung der Wissensspeicher Komponenten wurde unter dem Kapitel Kommentare des Verfassers mit aufgenommen und an zukünftige Gruppen als Empfehlung ausgestellt).

Hinweise und Anmerkungen.

Von den Verfasser_innen.

BER

Am Standort des Faktenplakates ist des Faktenquiz zum BER unbedingt durchzuführen bzw. die Betrachter/Betrachterinnen dazu anzuleiten es zu tun, um eine Reflexion des zuvor erarbei-teten Inhalts des Plakates zu gewährleisten. Ohne Faktenquiz wäre die Motivation zum Durch-lesen des Faktenplakates nicht sehr groß, weil sehr viel Textanteil vorhanden ist. Das Kombi-Plakat ist zwischen beiden Themen (BER und Dreischluchten Staudamm) unbedingt anzuord-nen und darf auch nicht anders angeordnet werden, weil es die zentralen Probleme beider Großprojekte vereint und somit als Schnittstelle fungiert. Es soll im Idealfall auch auf andere Großprojekte übertragbar sein um den Wissensspeicher evtl. noch um ein anderes Thema zu erweitern. Die Zuordnung des passiven und aktiven Lärmschutzes am Plakat Auswirkungen ist wichtig für den Aufbau eines nachhaltigen Verständnisses über die Thematik Fluglärm und wie man ihn effektiv bekämpfen kann.

Für die Erarbeitung des Wissensspeichers BER wurde im Vorfeld eine inhaltliche Einschrän-kung durchgeführt, damit der zeitliche Rahmen des Themas nicht überschritten wird. D.h. die Elemente des Wissensspeichers können/sollen bei Bedarf noch erweitert werden. Besonders im Hinblick auf die ökologischen Auswirkungen des Fluglärms wurde bei der 1. Durchführung das Feedback gegeben, dieses Thema mit aufzugreifen und auszuarbeiten. Beim Faktenplakat kann der vorliegende Wissensspeicher noch erheblich ausgebaut werden. Zu den wichtigsten Themen zählen:

  • die Timeline für die historische Entwicklung des Flughafens Tegel wurde nur grob aufgebaut und könnte speziell noch im Bereich 2011 bis 2014 durch die nachfolgende Gruppe ergänzt werden (hierbei liegt der Schwerpunkt vor allem auf die aktuelle Pas-sagierentwicklung am Flughafen)
  • bei der Thematik Nachnutzungsmöglichkeiten wurde auf dem Faktenplakat nur grob-geplante Projekte vorgestellt (hier besteht die Möglichkeit für nachfolgende Gruppen nach konkreten Umsetzungen der Projekte zu recherchieren und diese noch einzupfle-gen )
  • beim Aufbau dieses Teilbereiches am Faktenplakat BER wurden nicht alle interessan-ten Profiteure aufgelistet (z.B. Flughafen Tegel u. Flughafen Leipzig)
  • speziell beim Raumordnungsverfahren könnte noch im Detail auf die einzelnen Ge-wichtungspunkte bei der Bewertung des jeweiligen Standortes eingegangen werden

Beim Plakat zur Chronologie von 2006 bis 2013 kann wiederrum der vorliegende Wissens-speicher noch erheblich ausgebaut werden. Zu den wichtigsten Themenbereichen zählen: Finanzierung des BER:

  • Wie wurde der Flughafen finanziert, aus welchen Mitteln?
  • Wer bürgt für die Kredite?
  • Was würde bei einer Insolvenz geschehen?
  • Risiken und Probleme bei der Finanzierung

Die Jahre 2012 & 2013:

  • Welche Probleme führten zu der ständigen Verzögerung des Eröffnungstermins?
  • War es nur die Brandschutzanlage, welche der TÜV nicht abnehmen wollte oder gab es noch ganz andere Baustellen? (evtl. sollte die Brandschutzanlage auch nur als Sün-denbock herhalten)

Beim Plakat zur Auswirkungen Flugrouten kann der vorliegende Wissensspeicher noch an einigen Stellen erweitert werden. Zu den wichtigsten Themenbereichen zählen:

  • Schallausbreitung in der Atmosphäre (Einflüsse durch Bodeneigenschaften, Streueffek-te, Hindernisse, Luftabsorbtion, Brechung, Temperatur und Wind)
  • Grundlagen von Flugzeugen (Entwicklung der Triebwerke, Umströmung des LFZ – was macht Geräusche: ausgefahrenes Fahrwerk, Vorderkanten und Hinterkantenklap-pen)
  • Auswirkung von Flugzeugen auf die Population der Vögel (Tiere im Allgemeinen

Dreischluchten Talsperre

Wie bereits beschrieben sind die Plakate von der Reihenfolge so aufgestellt, dass sie inhaltlich eine Geschichte erzählen. Das erste Plakat gibt eine allgemeine Einführung ins Thema, um mit Staubauwerken vertraut zu werden. Auf dem folgendem Plakat werden Fakten und die W-Fragen (Was?/Wie?/Wann?/Warum?/Wo?) behandelt, so dass der Betrachter eine Wissensba-sis schafft. Die folgenden Elemente befassen sich nun mit den Problematiken der Talsperre. Das nächste Plakat befasst sich mit Problematiken der Technik und Effizienz. Die Gruppierung der Problematiken (Technik/Mensch/Umwelt) wurde in Anlehnung an ein Ishikawa Diagramm gewählt, nach dem Probleme sich immer in die Bereiche Mensch, Maschine, Mitwelt, Material und Methoden einteilen lassen. Nach dem Plakat Technik und Effizienz folgt die Infothek, die mit unterschiedlichen Medien Interesse wecken soll, die restlichen zwei Plakate zu lesen. Auf der Infothek befindet sich ein Monitor, der in Dauerschleife interessante Fakten wiedergibt. Ziel dieses Elementes ist es, Aufmerksamkeit auf den Stand zu leiten. Außerdem befinden sich Bücher, Prospekte und ausgedruckte Artikel zur Thematik in der Infothek, um dem Betrachter zu ermöglichen detaillierte Informationen zu erhalten. Als letztes befindet sich auf der Infothek ein Notebook, auf dem Kurzvideos mit Interviews von Verlierern und Profiteuren des Projekts gezeigt werden. Die Videos sind mit Bedacht so gewählt, dass diese jeweils etwa 1,5 Minuten lang sind. So können Interessenten in jedem Punkt des insgesamt etwa 20 Minütigen Videos in die Betrachtung einsteigen. Zuletzt folgen die Plakate mit Problematiken zum Thema Mensch und Umwelt.

zum Aufbau

Nach der 1. Durchführung des Wissensspeichers hat es sich ergeben, dass eine andere räumli-che Anordnung der Plakate sinnvoller wäre, weil die Betrachter/-innen sich nicht auf beide Themen aufgeteilt haben und somit es zu einem „Stau“ an einzelnen Plakatstandorten am BER kam. Aus diesem Grund wurde folgende grafische Abbildung für die nachkommenden Grup-pen erstellt, um durch eine andere Anordnung evtl. die Durchführung des Wissensspeichers zu verbessern und bei gleicher Zeitvorgabe noch mehr Input einzubringen.

Gekürzte Variante.

Materialien zur Durchführung.

Version

Ursprüngliche Version

Kommentar.

Aktuelle Version

Kommentar.